News | Management
05.04.2016

Deutschen Start-ups fehlt Wachstumskapital

Mehrere hundert Millionen Euro vom Staat.

Versprochen – und nicht gebrochen. Im September hatte die Bundesregierung Wachstumsfinanzierung deutscher Start-ups angekündigt. Sie nehmen jetzt konkrete Formen an. Zur CeBIT in Hannover stellte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erste Pakete an.

© Boggy /​ fotolia.com

Wachstumsfazilität und Coparion

Zwei neue Förderinstrumente sollen Start-ups auf die Startrampe hieven:

  • eine Wachstumsfazilität von 500 Millionen Euro; sie soll Wagniskapitalbeteiligungen von 30 bis 40 Millionen Euro pro Jungunternehmen ermöglichen.
  • der neue Coparion-Fonds.

Mehrere hundert Millionen Euro

Zusammen sollen beide Instrumente ein Volumen von mehreren hundert Millionen Euro haben. Als Ankerinvestor tritt dabei die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf. Darüber hinaus will die Regierung Deutschland als wettbewerbsfähigen Standort für Wagniskapitalfonds weiterentwickeln. Dazu will man die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen verbessern.

Maßnahmen zu früherer Start-up-Finanzierung

Schließlich hat das Bundeswirtschaftsministerium neben der Wachstumsfinanzierung auch für die frühere Phase der Start-up-Finanzierung Maßnahmen angekündigt. So ist ein dritter High-Tech-Gründerfonds mit einem Volumen von etwa 300 Millionen Euro geplant und die Fördergrenze beim „Invest“-Programm soll von 250.000 auf 500.000 Euro verdoppelt werden.

Wachstumsfazilität „sehr hilfreich“

Als „ein gutes Zeichen für die Start-up-Szene in Deutschland“ wertete Niklas Veltkamp, Bitkom-Geschäftsleiter für Start-ups, Gabriels Ankündigungen. Insbesondere die Wachstumsfazilität sei sehr hilfreich, um die Probleme im Bereich der Wachstumsfinanzierung zu verringern.

Zu wenige deutsche Start-ups erfolgreich

Veltkamp kommt zu seiner Bewertung vor dem Hintergrund, dass es nach wie vor viel zu wenigen deutschen Start-ups gelingt, rasch international zu expandieren. Veltkamp: „Um zum Global Player oder gar zum Global Leader zu werden, fehlt in Deutschland zu oft Wachstumskapital.“

USA vierzigmal mehr Venture Capital

Aktuell wird in den USA vierzigmal mehr Venture Capital investiert als hierzulande. Auch im europäischen Vergleich rangiert Deutschland nur im Mittelfeld. „Unser Ziel muss sein, in Deutschland den besten Wachstumskapitalmarkt in Europa zu schaffen – und den Standort für Fonds attraktiv und wettbewerbsfähig zu machen“, so Veltkamp.

Hoffnung auf weitere private Investoren

Das zusätzliche Engagement des Bundes sei ein wichtiger Schritt und wecke die Hoffnung, dass weitere private Investoren ermutigt werden. Der Bitkom hält zu diesem Zwecke das im Koalitionsvertrag angekündigte Venture-Capital-Gesetz für dringend erforderlich. Veltkamp: „Nur mit einem Venture-Capital-Gesetz können die nötigen Investitionssummen für erforderliche Wachstumsfinanzierungen in größerem Stil erreicht und die Lücke zu den führenden Wagniskapitalstandorten geschlossen werden.“

 

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Autor: Franz Höllriegel

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