Fachbeitrag | Personal 11.01.2016

Neue Sätze für Sozialversicherung

Wichtig für Berechnung und Abführung der Beiträge durch Unternehmen. Wie jedes Jahr ändern sich die Rechengrößen und teilweise auch die Beitragssätze zur Sozialversicherung. Sie sind besonders wichtig für Unternehmensführer bei Berechnung und Abrechnung der Beiträge. „Personaltipp AKTUELL“ listet die neuen Beitragssätze übersichtlich auf.

Bezugsgröße in der Sozialversicherung steigt

Berlin. 11. Januar 2016 – Die Bezugsgröße für viele Werte in der Sozialversicherung steigt. In den alten Bundesländern von 2.835 Euro auf 2.905 Euro pro Monat, im Osten von 2.415 Euro auf 2.520 Euro im Monat. Das berichtet „Personaltipp AKTUELL“ (1/2016). Hiervon betroffen sei beispielsweise:

  • die Bemessungsgrundlage für den Mindestbeitrag für freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und
  • für die Beitragsberechnung von versicherungspflichtigen Selbstständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Versicherungspflichtgrenze bundeseinheitlich

In der gesetzlichen Krankenversicherung steigt dem Bericht zufolge die Versicherungspflichtgrenze bundeseinheitlich auf jährlich 56.250 Euro oder monatlich 4.687,50 Euro (2015: 54.900 Euro/4.575 Euro). Für privat krankenversicherte Arbeitnehmer, die vor Ende 2002 bereits privat krankenversichert waren, gilt demnach eine ermäßigte Versicherungspflichtgrenze von 50.850 Euro.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt bundeseinheitlich 50.850 Euro/4237,50 Euro (2015: 49.500 Euro/4.125 Euro), in der allgemeinen Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung 6.200 Euro/Monat (2015: 6.050 Euro), die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) 5.400 Euro/Monat (2015: 5.200 Euro).

Beitragssätze zur Sozialversicherung

Die Beitragssätze zur Sozialversicherung sollen „Personaltipp AKTUELL“ zufolge 2016 gleichbleiben. Für den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung sei ein durchschnittlicher Satz von 1,1 Prozent festgesetzt worden. Er soll den Krankenkassen als Richtwert für die individuelle Festlegung ihrer Zusatzbeiträge dienen. Die Zusatzbeiträge seien vom Arbeitnehmer alleine aufzubringen.

Mini- und Midi-Jobs

Gleichbleiben sollen auch die Verdienstgrenzen bei geringfügig Beschäftigten und Beschäftigten in der Gleitzone. Bis 450 Euro gelten daher die sozialrechtlichen Besonderheiten für Geringverdiener. Die Gleitzone bestehe weiterhin zwischen 450,01 Euro und 850 Euro im Monat. „Personaltipp AKTUELL“ listet sowohl allein vom Arbeitgeber in diesem Jahr zu tragende Beiträge zur Krankenversicherung und zur Rentenversicherung sowie die vom Arbeitnehmer zu zahlenden Beiträge auf.

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Autor: Franz Höllriegel