16.12.2015

Mitarbeiterüberwachung: akustische Überwachung

Die GmbH von A-Z

Akustische Überwachung

Vorsicht bei akustischer Überwachung

Abhörgeräte und Tonbandaufnahmen sind hier immer unzulässig. Tun Sie es doch, machen Sie sich nach § 201 StGB strafbar.

Abhören von Gesprächen

Das gilt auch dann, wenn Sie Telefonate eines Mitarbeiters mit speziellen Abhör- oder Tonbandgeräten abhören wollen, gleichgültig, ob es sich um privat oder dienstlich geführte Gespräche handelt.

Ausnahmsweise kann dies aber rechtlich zulässig sein, wenn Sie in einer Notwehrsituation handeln, um Schaden von der Firma abzuwenden, wenn ein Mitarbeiter z.B. Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse verrät. Sie müssen dann allerdings schon einen konkreten nachvollziehbaren Tatverdacht haben, der sich aus dem Verhalten des Mitarbeiters oder anderen Informationsquellen ergibt. Ein rein „vorbeugendes“ Abhören mit dem Zweck, mögliche Straftaten zu verhindern, ist unzulässig.

Mithören von Gesprächen

Nicht strafbar dagegen ist das Mithören eines Telefonats. Aber das Persönlichkeitsrecht des abgehörten Mitarbeiters kann durch das heimliche Mithören eines oder mehrerer Gespräche verletzt sein. Das hat dann zur Folge, dass Sie in einem möglichen Prozess das dadurch erlangte Wissen nicht verwenden dürfen.

Das Bundesverfassungsgericht hat dies für den Fall des Mithörens von dienstlichen Gesprächen entschieden und das Bundesarbeitsgericht hat diese Ansicht übernommen mit der Erweiterung, dass dies auch für das dienstlich gesprochene Wort des Arbeitgebers gegenüber einem seiner Mitarbeiter gilt. …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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