Fachbeitrag | Personal
27.05.2015

Mehr Rechte für Arbeitnehmer – Mehr Elterngeld

Seit Jahresbeginn gelten neue Regeln.

Mütter und Väter können sich auf eine längere Elternzeit freuen. Sie gilt jetzt 24 statt bisher nur zwölf Monate. In dieser Zeit dürfen sie weiter in Teilzeit arbeiten. Auch können sie sie zwischen dem dritten und dem achten Geburtstag des Kindes nehmen. Auf welche Änderungen bei Elternzeit und Elterngeld Arbeitgeber sich sonst einstellen müssen, steht in der neuen Ausgabe des Newsletters für betriebsprüfungssichere Nachzahlungen „Lohn- & GehaltsPROFI aktuell“ (6/2015).

Gelscheine und Säugling© Haramis Kalfar /​ Fotolia.com

Halb so viel doppelt so lang

Zwar erhalten Eltern dem Bericht zufolge nur noch halb so viel Geld, dafür aber doppelt so lang. Wie bisher können Eltern, so „Lohn- & GehaltsPROFI aktuell“, bis zum dritten Geburtstag eines Kindes auch eine unbezahlte Auszeit vom Job nehmen. Das herkömmliche Elterngeld gebe es weiterhin, werde aber höchstens 14 Monate lang gezahlt.

Vier zusätzliche Monate Partnerschaftsbonus

Wie „Lohn- & GehaltsPROFI aktuell“ weiter berichtet, gebe es einen Partnerschaftsbonus von vier zusätzlichen Monaten. Voraussetzung hierfür: beide Elternteile arbeiten gleichzeitig für mindestens vier aufeinanderfolgende Monate zwischen 25 und 30 Wochenstunden.

Teilzeitarbeit nur in Firmen mit mehr als 15 Mitarbeitern

Eltern könnten sich künftig entweder für eine der beiden Varianten entscheiden oder diese kombinieren. Das Recht auf Teilzeitarbeit gilt jedoch nur in Firmen mit mehr als 15 Mitarbeitern. Arbeitgeber bräuchten einer Elternzeit nicht mehr zuzustimmen. Der Arbeitnehmer müsse sie nur rechtzeitig vorher anzeigen.

Nur für künftige Kinder

Auch wenn das Gesetz bereits am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist, könne ein Großteil der Regelungen erst von Eltern in Anspruch genommen werden, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren werden. Einen Anspruch auf Elternzeit hätten Mütter und Väter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen.

Voraussetzungen für Elternzeit

Für den Anspruch auf Elternzeit müssen außerdem die folgenden Voraussetzungen vorliegen:

  • Die berechtigte Person lebt mit dem Kind im selben Haushalt,
  • betreut und erzieht es überwiegend selbst und
  • arbeitet während der Elternzeit nicht mehr als 30 Wochenstunden.

Regelungen für Mehrlinge

Mit den Neuregelungen werden „Lohn- & GehaltsPROFI aktuell“ zufolge auch die Regelungen für Mehrlingsgeburten angepasst. Seit diesem Jahr gibt es 300 Euro mehr – pro Mehrling.

Autor: Franz Höllriegel

Produkte und Veranstaltungen

Produktempfehlungen