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09.05.2016

Kommunikationsoffensive – Unternehmen Chancen durch Zuwanderer nahebringen!

DIHK, ZDH und Bildungsministerium starten Projekt zur Berufsanerkennung.

Zuwanderer bergen Potenziale – vor allem für Unternehmen. So Politik und Berufsverbände von Industrie, Handel und Handwerk. Das scheinen aber noch nicht alle Unternehmen so zu sehen. Aus diesem Grund starten Verbände und Bildungsministerium jetzt eine Informationskampagne.

Group of workers people.© Kurhan - fotolia.com

Mit ausländischen Fachkräften gewinnen

Unternehmen Berufsanerkennung – Mit ausländischen Fachkräften gewinnen“ – so der Titel des Projektes. Es wird vom BMBF gefördert und ging letzten Mittwoch an den Start. Elf Industrie- und Handelskammern sowie fünf Handwerkskammern informieren dabei mit einer breit angelegten Kommunikationsoffensive Unternehmen über die Chancen der beruflichen Anerkennung.

Potenziale von Zuwanderern sichtbar machen

„Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, dass die Potenziale von Zuwanderern sichtbar werden und eine baldige Integration in Arbeit erleichtert wird“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Die Gewährung einer sicheren Bleibeperspektive könne nur der erste Schritt sein. Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen biete Unternehmen die Chance, die Kompetenzen zugewanderter Fachkräfte gezielter in den Betrieben zu nutzen.

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Man beabsichtige zu zeigen, wie Betriebe die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse als Element ihrer betrieblichen Personalgewinnungs- und -entwicklungsstrategie nutzen könnten. Zu diesem Zweck wolle man gemeinsam mit den Kammern insbesondere kleine und mittlere Unternehmen für die Möglichkeiten der Berufsanerkennung sensibilisieren.

Qualifikation prüfen lassen

Das Anerkennungsgesetz trat 2012 in Kraft. Seitdem können Menschen mit einem ausländischen Berufsabschluss ihre Qualifikation auf Gleichwertigkeit mit deutschen Referenzberufen prüfen lassen. Und das unabhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus. Dabei werden formale Ausbildungsvergleiche durchgeführt, aber auch individuell vorhandene Berufserfahrungen berücksichtigt.

Ausländische Berufsabschlüsse gewinnbringend

DIHK-Präsident Eric Schweitzer zufolge können dank dem Gesetz Unternehmen das Potenzial von Fachkräften mit ausländischen Berufsabschlüssen gewinnbringend in den Betrieben einsetzen oder deren Weiterbildungs- oder Nachqualifizierungsbedarf genauer erkennen.

Ausländische Fachkräfte im Handwerk

Das Handwerk sieht sich in dieser Hinsicht ohnedies gut aufgestellt. ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer: „Im Handwerk finden schon heute viele ausländische Fachkräfte ihre berufliche Perspektive.“ Er rechnet darüber hinaus mit einem Anwachsen des Bedarfes an qualifizierten Fachkräften in den Betrieben des Handwerks. Umso wichtiger sei es, „dass Arbeitgeber die Möglichkeiten des Anerkennungsgesetzes kennen“ – wenn möglich, schon heute.

 

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Autor: Franz Höllriegel 

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