Lexikonstichwort | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“ 16.12.2015

Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer ist eine Ertragsteuer. Sie wird vom Einkommen der GmbH erhoben. Dafür muss der von der GmbH erwirtschaftete Gewinn ermittelt werden. § 8 KStG verweist auf die Vorschriften im Einkommensteuergesetz. Zum Beispiel dürfen nicht abziehbare Aufwendungen wie Bußgelder oder Repräsentationskosten den Gewinn der GmbH nicht mindern. Damit wird die GmbH im Ergebnis steuerlich genauso behandelt wie jeder normale Steuerbürger. Dieser Gewinn kann aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses ausgeschüttet werden oder aber im Gesellschaftsvermögen bleiben. Alle Gewinne werden aber mit 15 % besteuert. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die errechnete Körperschaftsteuer.

Wissenswertes für den GmbH-Geschäftsführer

Der Geschäftsführer ist immer gesetzlicher Vertreter der GmbH (§ 34 Abs. 1 AO) und daher auch für die steuerlichen Belange der GmbH verantwortlich. Er muss für erkennbar entstehende Steueransprüche Vorsorge treffen, damit deren Tilgung im Zeitpunkt der Fälligkeit möglich ist. Macht er dabei vorsätzliche oder grob fahrlässige Fehler, haftet er persönlich gegenüber dem Finanzamt für nicht abgeführte Körperschaftsteuer (§ 69 AO) inklusive Zinsen etc.

Dies gilt auch für Zeiträume vor seinem Ende der Tätigkeit als Geschäftsführer (FG Köln, 05.12.2013 – 13 K 636/09, Revision beim BFH – I R 19/14).

Dies ist Grund genug, dass sich der Geschäftsführer mit den wichtigsten Regeln vertraut macht, auch wenn er die steuerlichen Aufgaben einem Steuerberater

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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