Fachbeitrag | GmbH
08.01.2016

Neue Größenklassen – Klein-GmbHs sparen jetzt bei Steuern

Seit Neujahr gelten neue Größenklassen.

Klein- oder Kleinstunternehmen – das hört sich nach nichts an. Doch dahinter kann eine kluge Sparstrategie strecken. Die Einstufung als solche ist besonders lukrativ. Firmen dieser Gruppe sparen sich viel Aufwand bei der Erstellung des Jahresabschlusses – und damit auch Kosten.

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Bilanzen kosten Zeit und Mühe

Kissing. 8. Januar 2016 – Lange Bilanzen, aufwendige Bilanzposten – die Erstellung der Steuererklärung kostet gerade Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) oft Zeit und Mühe. Das dürfte sich jetzt zumal für die kleinen und kleinsten unter ihnen ändern.

Künftig stark verkürzte Bilanz

Wie „GmbH-Brief AKTUELL“ in seiner neuen Ausgabe zum Jahresauftakt berichtet, dürfen diese Kapitalgesellschaften künftig eine stark verkürzte Bilanz mit erheblich reduzierten Bilanzposten aufstellen. Das gelte auch für die Gewinnermittlung. Hierbei sei unter bestimmten Voraussetzungen ein Anhang gar nicht mehr erforderlich. Kleinst- oder Klein-GmbHs müssten ihren Jahresabschluss nicht elektronisch veröffentlichen, sondern lediglich beim Unternehmensregister hinterlegen. Damit werde verhindert, dass Unbefugte automatisch Bilanzdaten im Internet nachlesen.

Jahresabschluss ohne Wirtschaftsprüfer

Überdies müsse ein Jahresabschluss nicht mehr von einem Wirtschaftsprüfer testiert werden. Allein diese Tatsache spare einer GmbH schnell einen vierstelligen Betrag ein, schätzt „GmbH-Brief AKTUELL“. Der Newsletter für Steuervorteile veröffentlicht eine Übersicht der Größenklassen.

Gegenüberstellung Alt und Neu

Darin sind die neuen Werte den bisher gültigen gegenübergestellt für die Größenklassen

  • kleinst,
  • klein,
  • mittel und
  • groß

je nach

  • Bilanzsumme,
  • Umsatz und
  • Zahl der Mitarbeiter.

Beeinflussung von Richtwerten

Geschäftsführer könnten die Richtwerte hierfür gezielt beeinflussen, heißt es in dem Bericht. Gerade nach der Anhebung der Schwellenwerte könne das hilfreich sein, zumal wenn ein Unternehmen bisher nur knapp eine niedrigere Einordnung verpasst hatte.

Rechnungen vor Bilanzstichtag begleichen

Zur Beeinflussung der Bilanzsumme rät der Newsletter beispielsweise, Rechnungen noch vor dem Bilanzstichtag zu begleichen. Das reduziere die Verbindlichkeiten und das Bankguthaben – die Bilanzsumme sinkt. Wenn ein Unternehmen mit Kunden eine Lieferung zu Beginn des neuen Jahres statt zum Jahresende vereinbare, könne es den Umsatz hieraus in das neue Geschäftsjahr verlagern.

Weitere Vorteile im neuen „GmbH-Brief AKTUELL“

Und für die Schwellenwerte der Mitarbeiteranzahl zähle jeder tatsächlich beschäftigte Mitarbeiter, unabhängig von der geleisteten Stundenzahl. Wie das Zusammenlegen von Teilzeit- zu Vollzeitstellen diese Kennzahl beeinflussen kann und welche weiteren Vorteile sich vorausschauend erreichen lassen – im neuen „GmbH-Brief AKTUELL“.

 

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Autor: Franz Höllriegel
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