News | Personal
14.09.2016

Jungunternehmer setzen auf Vitamin B

Start-ups suchen Mitarbeiter über persönliche Kontakte

B wie Beziehung. Persönliche Beziehung. Es ist immer noch das am meisten genutzte Vitamin, wenn es darum geht, Mitarbeiter für das junge Unternehmen zu gewinnen. Da weiß man, wen man einstellt. Das Problem: Die Mitarbeitersuche dauert länger. Viele Stellen sind derzeit noch frei.

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Persönliche Kontakte

Unternehmensführung.  Die Mitarbeitersuche läuft bei Start-ups häufig über persönliche Kontakte vergeben. Das zeigt eine Bitkom-Umfrage unter etwa 150 Gründern in Deutschland. Wer einen Job in einem Start-up sucht, hat „mehr Erfolg mit Vitamin B“, so die Marktforscher. Persönliche Kontakte seien bei vielen Start-ups das Mittel der Wahl, wenn sie neue Mitarbeiter suchen.

Was, wenn eine Stelle nicht besetzt werden kann?

Die Fragestellung lautete „Wenn Sie offene Stellen in Ihrem Start-up haben, welche der folgenden Möglichkeiten nutzen Sie dann, um die Stellen zu besetzen?“, „Wie viele offene Stellen gibt es aktuell in Ihrem Start-up?“ und „Ist es bereits vorgekommen, dass eine Stelle in Ihrem Start-up nicht besetzt werden konnte, weil sich kein qualifizierter Kandidat gemeldet hat?“.

Mund-zu-Mund-Propaganda und Internet

Der Umfrage zufolge nutzen:

  • drei Viertel der Gründer (76 Prozent) Mund-zu-Mund-Propaganda, um passende Kandidaten zu finden.
  • Sieben von zehn Start-ups nutzen die eigene Website (73 Prozent),usiness-Netzwerke oder
  • Soziale Netzwerke (jeweils 71 Prozent), um auf freie Stellen im Unternehmen aufmerksam zu machen.
  • Etwa die Hälfte (46 Prozent) setzt auf Online-Stellenbörsen.

Eher weniger Personalvermittler und Arbeitsagentur

Deutlich seltener greifen die Gründer auf

  • Personalvermittler (19 Prozent) oder
  • die Arbeitsagentur (15 Prozent) zurück,
  • nur fünf Prozent schalten klassische Anzeigen in Zeitungen oder Magazinen.

„Start-ups wachsen häufig sehr schnell und benötigen dann in kurzer Zeit besonders viele qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Dabei hat sich die Vermittlung über persönliche Empfehlungen bewährt“, begründet Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp die Haltung der Start-up-Unternehmen. Er rät: Wer in einem Start-up anfangen möchte, sollte daher sein Netzwerk im Internet sowie offline einspannen.

Richtige Recruiting-Strategie

Eine richtige Recruiting-Strategie wird dabei für Start-ups immer wichtiger:

  • Knapp zwei Drittel der Start-ups (62 Prozent) haben aktuell freie Stellen und sind auf Mitarbeitersuche.
  • Bei diesen sind im Durchschnitt fünf Stellen zu besetzen.

Unternehmensgröße und Zahl offener Stellen

Dabei gilt: Je größer das Start-up, desto mehr offene Stellen gibt es. Die Stellenbesetzung ist häufig schwierig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Rund jedes zweite Start-up (47 Prozent) konnte eine Stelle schon einmal nicht besetzen. Es fand sich einfach nicht der Richtige – weder mit Vitamin A wie Agentur noch Vitamin B wie Beziehung noch mit Vitamin O wie Online.

 

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Autor: Franz Höllriegel

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