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31.08.2016

Jetzt noch Azubis finden

Endspurt am Ausbildungsmarkt

Die Sommerpause geht zu Ende. Damit biegt auch der Wettlauf um Auszubildende in den Betrieben in die Schlusskurve ein. 150.000 junge Menschen sind auf der Suche nach Ausbildung. Etwas mehr Lehrstellen warten auf sie. Ausbildung, das beste Mittel gegen Fachkräftemangel.

Recht in der Ausbildung© auremar /​ fotolia.com

Fachkräftemangel durch Ausbildung bekämpfen

Unternehmensführung/Personal.  „Der beste Weg, dem Fachkräftemangel zu begegnen, besteht darin, selbst auszubilden.“ Der das sagt, ist kein BA-Funktionär oder Parteioberer, sondern Eric Leuchters, Geschäftsführer der Schmitt Logistik GmbH im baden-württembergischen Vellberg-Talheim. Das Unternehmen investiert traditionsgemäß in den Nachwuchs. Gleich sechs Auszubildende haben jüngst die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik erfolgreich abgeschlossen.

Allianz für Aus- und Weiterbildung

Wie Leuchters erkennen immer mehr Unternehmer die Zeichen der Zeit. Der Endspurt am Ausbildungsmarkt hat begonnen. In diesen Wochen beginnen tausende junge Menschen ihre Ausbildung. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verweist als Mitglied in der Ende 2014 gegründeten Allianz für Aus- und Weiterbildung auf die guten Aussichten für Betriebe, auch jetzt noch passende Auszubildende zu finden.

Fast 150.000 Menschen suchen eine Ausbildung

Derzeit suchen demnach bundesweit 148.555 junge Menschen einen Ausbildungsplatz, die meisten in kaufmännischen Berufen, im Medizinbereich, als Industriemechaniker oder KFZ-Mechatroniker.

Konkurrenz bei Ausbildungsplätzen schläft nicht

Allerdings schläft die Konkurrenz der Anbieter von Ausbildungsplätzen nicht. Bei ihnen sind immer noch 172.224 Lehrstellen unbesetzt, die meisten für Kaufleute im Einzelhandel (12.836), Verkäufer (11.394), Köche (6.187) und Bürokaufleute (5.347).

Gute Chancen für ausbildende Betriebe

Betriebe nahezu aller Berufsfelder könnten sich, so BA-Vorstand Detlef Scheele, gute Hoffnungen machen. Allerdings sollten Arbeitgeber verstärkt auch Bewerber um eine Lehrstelle in den Blick nehmen, die nicht sofort allen formalen Anforderungen entsprechen.

Meldung ihrer noch unbesetzten Lehrstellen

Scheele rät Betrieben, ihre noch unbesetzten Lehrstellen bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter zu melden. Dadurch könnten sie ihre Chancen auf geeignete Bewerber erhöhen. Bei Anlaufschwierigkeiten in der Ausbildung könnten Betriebe zudem zur Unterstützung während der Ausbildung Hilfe in Anspruch nehmen, um sie zum erfolgreichen Abschluss zu führen.

Jannika Möhrle Jahrgangsbeste bei Schmitt Logistik

So wie bei Schmitt, seit Jahrzehnten erfolgreich agierender Logistik- und Speditionsdienstleiter mit Schwerpunkt Lagerlogistik. Hier hat gerade Jannika Möhrle als Jahrgangsbeste mit der Note „sehr gut“ die Ausbildung abgeschlossen. Kein Wunder also, dass die Schmitt Gruppe auch künftig ausbildet. Im September beginnen bei Vellbergs größtem Arbeitgeber neun Jugendliche mit der Ausbildung – als Fachlagerist, Fachkraft für Lagerlogistik und Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen.

 

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Autor: Franz Höllriegel 

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