Expertentipp | Steuern
26.05.2015

In diesem Jahr neue Prüffelder

Fiskus gibt neue Prüffelder bekannt

Es ist wie beim Skat: den Trumpf behält man bis zuletzt auf der Hand. So hält es auch gern das Finanzamt mit seinen Prüffeldern. Ausnahme: die Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen. Sie veröffentlicht jetzt die aktuellen Prüffelder, wie der Fachnewsletter für GmbH-Geschäftsführer „GmbH-Brief“ berichtet (Ausgabe 7/2015).

Steuererklärung© styleuneed /​ Fotolia.com

Prüffelder für jeden zugänglich offen im Internet

In Nordrhein-Westfalen stellt dem Bericht zufolge die Oberfinanzdirektion die aktuellen Prüffelder für jeden zugänglich offen ins Internet. Zwei zentrale Prüfgebiete gibt es demnach dort bei den Finanzämtern. Hinzu kämen dezentrale, von Finanzamt zu Finanzamt unterschiedliche Sachgebiete.

Zentrale Prüffelder

GmbH-Brief“ nennt als die beiden zentralen Prüfgebiete in NRW:

  • Die steuerliche Behandlung von Gewinnen und Verlusten (§ 8 b KStG) sowie
  • die Vermietung und Verpachtung im ersten Jahr.

Geschäftsführer hätten von der Kenntnis der Prüffelder doppelten Gewinn:

  • Zum einen, weil sie so wissen, worauf bei den betrieblichen Steuererklärungen Firma verstärkt geachtet werden sollte,
  • Zum anderen durch den Wissensvorsprung. Er lasse sich auch für die private Steuererklärung nutzen.

Typische Prüfgebiete

Als typische Prüfgebiete nennt der Bericht:

  • Einkünfte von Selbstständigen/Gewerbebetriebe: Gesellschafterwechsel, Übertragung und Veräußerung von Anteilen, Betriebsaufspaltung, abweichende Gewinnverteilung.
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung: Einkunftserzielungsabsicht, Vermögensübertragung, hohe Erhaltungsaufwendungen.
  • Einkünfte von Geschäftsführern, Arbeitnehmern: Reisekosten, doppelte Haushaltsführung, Arbeitszimmer.
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen: Vollständigkeit der Einnahmen, Tarifabgrenzung, Kirchensteuerpflicht.
  • Körperschaftsteuer: Rechtsbeziehungen Gesellschafter/Gesellschaft, Verlustabzug, Pensionsrückstellungen, Forderungsabschreibungen, Spendenabzug.
  • Umsatzsteuer: Organschaft, Vermietung und Verpachtung.

Finanzämter mauern gerne

Wie „GmbH-Brief“ schreibt, mauerten in anderen Bundesländern viele Finanzämter gerne. Manche gäben ihre Prüffelder gar nicht oder nur auf Nachfrage bekannt. Nur aber wenn Geschäftsführer wissen, welche Sachverhalte das Finanzamt intensiv prüft, könnten sie ihre Angaben kritisch hinterfragen, und zwar vor Abgabe der Steuererklärung. Und nur so könnten Unterlagen rechtzeitig ergänzt und gezielt die Vollständigkeit der Angaben und Belege sichergestellt werden.

Zehn Fragen für prüfungssichere Steuerunterlagen

„GmbH-Brief“ gibt anhand von zehn Fragen eine unerlässliche Hilfestellung, wie Steuerunterlagen prüfungssicher gestaltet werden – damit es schon mit der Vorabprüfung im Finanzamt klappt.

Autor: Franz Höllriegel
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