News | Management
16.06.2016

Immer mehr Unternehmen nutzen Big Data

Unternehmer treffen Entscheidungen aufgrund moderner Datenanalysen

Sammler sind eigenartige Menschen. Hat sie einmal die Sammelwut gepackt, kommen sie nicht mehr von ihr los. Auch Unternehmen sammeln: Daten. Doch bei ihnen ist das Sammeln nicht Selbstzweck. Sie ziehen daraus Nutzen. Sie analysieren die Daten und richten ihre Strategie danach aus.

Businessman drawing Big Data concept on blurred abstract background© Melpomene /​ fotolia.com

Unermessliche Datenmengen

Big Data“ ist das Zauberwort. Darunter versteht man das Sammeln schier unermesslicher Datenmengen unterschiedlicher Quellen, unterschiedlicher Struktur in Blitzgeschwindigkeit. Moderne Informationstechnik, nahezu unbegrenzter Speicherplatz und nie dagewesene Rechengeschwindigkeiten machen es möglich.

Entscheidungen auf Basis von Datenanalysen

Immer mehr Unternehmen in Deutschland nutzen die dadurch eröffneten Chancen. Sie treffen relevante Entscheidungen auf Basis von Datenanalysen. Und sie wenden die daraus gewonnenen Erkenntnisse nutzbringend an. Das hat eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von KPMG unter 704 Unternehmen und 102 Verwaltungen mit mehr als 100 Mitarbeitern ergeben.

Trendsetter Maschinen- und Anlagenbau

Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automobilindustrie sind demnach Schrittmacher dieser Entwicklung. Andererseits sind Öffentliche Verwaltungen dem Thema „Big Data“ gegenüber deutlich weniger aufgeschlossen. Gut ein Drittel (35 Prozent) der Unternehmen in Deutschland nutzt bereits Big Data Analysen für die Auswertung großer Datenmengen. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es erst 23 Prozent.

Für wirtschaftliche Entscheidungen immer wichtiger

„Innovative Datenanalysen werden als Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen immer wichtiger“, sagte Dr. Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research. Laut Umfrage ganz oben auf der Liste von Unternehmen begehrter Sammelobjekte:

  • Kundendaten bei 86 Prozent der Unternehmen,
  • systemisch erstellte Daten, zum Beispiel Sensor- oder Standortdaten (79 Prozent) und
  • öffentlich verfügbare Daten wie z.B. Informationen zur ökonomischen Entwicklung (70).

Verdichtung zum Gesamtbild

„Big Data ermöglicht es, Informationen aus verschiedenen Quellen zu einem Gesamtbild zu verdichten und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten“, sagt Peter Heidkamp, Head of Technology der KPMG AG.

Datenanalyse schafft Wert

In der Umfrage geben vier von fünf Unternehmen (80 Prozent) an, dass relevante Entscheidungen zunehmend auf Erkenntnissen aus der Analyse von Daten basieren. Für gut zwei Drittel (69 Prozent) sind Datenanalysen ein zunehmend entscheidender Baustein für ihre Wertschöpfung.

Verschiedene Auswertungsmethoden

Dabei kommen verschiedene Auswertungsmethoden zum Einsatz:

  • Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Unternehmen verwendet beschreibende bzw. deskriptive Analysen über eine aktuelle Situation,
  • vorausschauende Analysen (39 Prozent) mit Aussagen zu zukünftigen Entwicklungen.

Pols: „Moderne Software-Lösungen bieten die Möglichkeit, präskriptive Analysen durchzuführen, die zusätzlich praktische Handlungsempfehlungen geben.“ Diese Lösungen verwenden 15 Prozent der Unternehmen, nach 12 Prozent im Vorjahr.

 

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Autor: Franz Höllriegel

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