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13.05.2016

Immer mehr Unternehmen lassen im Web weiterbilden

Digitale Lernmöglichkeiten in zwei Drittel der Unternehmen

Weiterbilden tut not. Doch aufwendige Weiterbildung außer Haus tut auch weh, vor allem finanziell. Hier lässt sich sparen, finden offenbar zwei Drittel der Unternehmen, die der IT-Verband Bitkom befragt hat. Sie setzen digitale Lernprogramme oder online-gestützte Angebote für die Weiterbildung ein.

Weiterbildung© Wavebreakmedia Ltd /​​​​ Wavebreak Media /​​​​Thinkstock

Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg.

„Weiterbildung ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Gerade in Zeiten des Zwanges zu digitaler Transformation in fast allen Branchen. Niemand weiß das besser als die Unternehmen selbst. Sie setzen bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter auf einen Mix aus klassischen Präsenz-Seminaren und digitalen Lerntechnologien.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 504 Unternehmen ab zehn Mitarbeitern:

  • Zwei Drittel aller Unternehmen (65 Prozent) nutzen demnach externe Seminarangebote oder In-House-Schulungen.
  • Doch fast ebenso viele Unternehmen (63 Prozent) setzen mittlerweile digitale Lernprogramme oder online-gestützte Angebote für die Weiterbildung ein.

Vorteile der digitalen Weiterbildungsangebote

Als Grund für diese Entwicklung nennt Rohleder Vorteile der digitalen Weiterbildungsangebote:

  • individuell auf den Nutzer abstimmbar
  • komfortabel und
  • kostengünstig.

Insbesondere kleineren Unternehmen käme dies zugute. Ihnen böten sie die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter individuell und bestmöglich fortzubilden. 

Webbasierte Lernprogramme

Am beliebtesten sind dabei webbasierte Lernprogramme. Sie würden am häufigsten eingesetzt. Jedes dritte Unternehmen (36 Prozent) nutze sie schon. Immerhin noch jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) schult der Umfrage zufolge mit Hilfe von auf dem Computer installierten Lernprogrammen.

Online-Seminare und Lernvideos

Selbst Online-Seminare erfreuten sich wachsender Beliebtheit. Sie würden derzeit von jedem fünften Unternehmen (21 Prozent) eingesetzt. Überraschen muss angesichts solcher Werte die schwache Beachtung, die interaktive Videos zur Mitarbeiterschulung finden. Gerade einmal jedes achte (12 Prozent) Unternehmen nutze sie.

Daumen runter: Neuere Lernformen

Und praktisch überhaupt nicht genutzt werden neuere Lernformen wie interaktive E-Books, Smartphone- oder Tablet-Apps und Serious Games genannte Lernspiele sowie die Lehrangebote von Online-Universitäten wie Udacity und Coursera.

Daumen trotzdem hoch: konventionelle Lernmedien

Allerdings haben konventionelle Lernmedien offenbar durchaus nicht an Daseinsberechtigung verloren. Nur jedes zehnte Unternehmen (10 Prozent) greift ausschließlich auf digitale Angebote zurück, jedes achte Unternehmen (13 Prozent) allein auf Schulungen mit physischer Anwesenheit der Mitarbeiter. Und immerhin jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) gibt an, keine dieser Möglichkeiten für eine Weiterbildung zu nutzen.

Neueste Technologien einsetzen – aber sinnvoll!

„Das Lernprogramm auf dem PC kann hilfreich sein, aber gerade mit Apps wird das einfache Lernen zu jeder Zeit an jedem Ort möglich“, resümiert Rohleder. Er rät Unternehmen: nicht nur in Produktion und Verwaltung, sondern gerade auch bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter die neuesten Technologien sinnvoll einsetzen! Dann klappt es auch mit dem wirtschaftlichen Unternehmenserfolg.

 

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Autor: Franz Höllriegel

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