16.12.2015

Handwerks-GmbH

Die GmbH von A-Z

Die GmbH ist nach § 6 HGB als Formkaufmann immer ein Vollkaufmann. Sie betreibt ein in § 1 HGB ausgewiesenes Handelsgewerbe. Daneben kann sie auch ein handwerkliches Unternehmen betreiben (§ 2 HGB). Für den Betrieb einer Handwerks-GmbH gelten besondere Vorschriften, die den Bestimmungen der Handwerksordnung Rechnung tragen. Die besonderen gesetzlichen Voraussetzungen zur Führung eines Handwerksbetriebs sollen nicht durch Gründung einer GmbH umgangen oder unterlaufen werden können.

Bedeutung

Die GmbH muss in die Handwerksrolle eingetragen sein. Nur dann ist ihr der selbständige Betrieb eines Handwerks als stehendes Gewerbe gestattet (§ 1 Abs. 1 HandwO). Die Handwerksrolle ist ein von der Handwerkskammer geführtes Verzeichnis über die in ihrem Bezirk tätigen selbständigen Handwerker (§ 6 Abs. 1 HandwO).

Die GmbH wird in die Handwerksrolle eingetragen, wenn der Betriebsleiter die Meisterprüfung oder eine der Meisterprüfung gleichwertige Prüfung bestanden hat (§ 7 Abs. 4 HandwO).

Der Meisterbrief ist inzwischen nur noch für 41 von bisher 94 Berufen Voraussetzung für die eigene Firma. Allerdings ist der Meisterbrief in etwa 90 % aller Berufe dazu notwendig. Weiterhin können sich Gesellen mit einer sechsjährigen Berufserfahrung, davon vier Jahre in leitender Position, auch in Meisterberufen selbständig machen. Künftig darf jeder einfache Handwerkstätigkeiten frei anbieten. Die folgende Übersicht zeigt die Berufe, in denen weiterhin der Meisterbrief notwendig ist zur Gründung …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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