16.12.2015

Handelsgeschäft

Die GmbH von A-Z

Handelsgeschäfte sind alle Geschäfte eines Kaufmannes, die zum Betrieb seines Handelsgewerbes gehören, § 343 HGB. Sie unterliegen bestimmten, gesetzlich festgelegten Besonderheiten.

Im Zweifel ist davon auszugehen, dass alle von einem Kaufmann vorgenommenen Rechtsgeschäfte als zum Betrieb seines Handelsgewerbes gehörig gelten, § 344 Abs. 1 HGB. Der Kaufmann muss seine Behauptung beweisen, dass ein Geschäft kein Handelsgeschäft ist.

Die Bestimmungen über Handelsgeschäfte gelten auch für ein einseitiges Geschäft, das nur für einen der Partner ein Handelsgeschäft ist, soweit nicht ausdrücklich eine andere Regelung gilt, § 345 HGB.

Kaufmann ist derjenige, der ein Handelsgewerbe betreibt, § 1 Abs. 1 HGB. Als Handelsgewerbe gilt jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, dass das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert.

Sorgfalt

Sofern ein Kaufmann aus einem Geschäft, das auf seiner Seite ein Handelsgeschäft ist, zur Sorgfalt verpflichtet ist, haftet er mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes, § 347 Abs. 1 HGB. Die anzuwendende Sorgfalt ist verschärft, weil er für Verschulden aufgrund von Vorsatz und Fahrlässigkeit einsteht. Er wird objektiv danach beurteilt, was andere gewissenhafte Geschäftsmänner in einer vergleichbaren Lage unternommen hätten.

Unberührt bleiben jedoch die Fälle nach dem BGB, bei denen die Haftung eines Schuldners nur auf grobe Fahrlässigkeit oder auf die Sorgfalt beschränkt ist, die er …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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