Fachbeitrag | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“
16.12.2015

Haftung: Zahlungsunfähigkeit

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Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn die Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, die fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Sie entfällt nicht dadurch, dass noch kleinere Verbindlichkeiten erfüllt werden. Es ist auch nicht notwendig, dass der Mangel an flüssigen Mitteln über eine längere Zeitspanne hinweg besteht. Es reicht aus, dass die Gesellschaft den laufenden Verbindlichkeiten voraussichtlich dauernd nicht mehr nachkommen kann, auch wenn kurzfristig noch ein Kredit beschafft werden kann. Bei Zahlungseinstellung ist die Zahlungsunfähigkeit in aller Regel anzunehmen. Die Zahlungsunfähigkeit ist ein Grund für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Überschuldung

Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen der Gesellschaft seine Verbindlichkeiten nicht mehr deckt. Dabei wird dies nach der Fortführungsprognose bewertet, also danach, ob die Übschuldung bei fortlaufendem Geschäft besteht. Der Prognosezeitraum ist gesetzlich nicht festgelegt, man geht von einem Zeitraum von zwei Jahren aus.

Die Überschuldung führt einerseits zum Zahlungsverbot und andererseits zur Insolvenzantragspflicht.

Die Überschuldung wird in drei Stufen festgestellt:

  • Zunächst wird eine Überschuldungsbilanz mit allen Liquidationswerten erstellt, um zu sehen, wie die Situation der Gesellschaft bei einer Liquidation wäre. Es geht um die Ermittlung des wahren Gesellschaftswerts, der allein auf der Basis der Handels- und Steuerbilanz nicht ausreichend genau ermittelbar wäre. Auch alle stille Reserven müssen in …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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