16.12.2015

Gesellschafterversammlung: Ablauf

Die GmbH von A-Z

Das Teilnahmerecht an der Gesellschafterversammlung steht jedem Gesellschafter zu. Umgekehrt gilt: Wer nicht Gesellschafter ist, hat auch kein Teilnahmerecht. Der Gesellschafter muss sein Teilnahmerecht nicht höchstpersönlich ausüben. Er kann einen Dritten zur Teilnahme berechtigen. Da es nur ein Teilnahmerecht pro Gesellschafter gibt, kann ein Gesellschafter nicht persönlich teilnehmen und gleichzeitig einen Bevollmächtigten mitbringen. Vom Teilnahmerecht ist das Stimmrecht zu unterscheiden.

So wird abgestimmt

Inhaber des Stimmrechts ist ausschließlich der Gesellschafter. Jeweils ein 1-€-Geschäftsanteil ergibt eine Stimme. In der Satzung können aber andere Beträge vereinbart werden. Das Stimmrecht kann aber auch von einem Bevollmächtigten ausgeübt werden. Der Vertreter des Gesellschafters muss

  • im Namen des Gesellschafters handeln und

  • eine Vollmacht besitzen.

Die Vollmacht, die der Vertreter vorlegt, muss erkennen lassen, wie weit sie geht. Sie kann z.B. einen Vertreter dazu ermächtigen, alle Rechte eines Gesellschafters in einer bestimmten Gesellschafterversammlung auszuüben. Sie kann aber auch darauf beschränkt sein, dass der Vertreter bei einem bestimmten Beschluss die Stimme in Vertretung für den Gesellschafter abgibt. Denkbar ist auch eine sogenannte Generalvollmacht. Mit einer solchen kann der Vertreter dauerhaft das dem Gesellschafter zustehende Stimmrecht ausüben. Eine solche Generalvollmacht wird häufig erteilt, wenn ein Gesellschafter länger erkrankt ist oder sich …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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