Fachbeitrag | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“ 16.12.2015

Unechte und echte Aufgabenteilung

Die unechte Aufgabenteilung ist keine verbindliche Aufgabenzuweisung, sondern eine Form der Selbstorganisation mehrerer Geschäftsführer. Die echte Aufgabenteilung wird auch schlicht als Aufgabenteilung bezeichnet.

Unechte Aufgabenteilung

Die unechte Aufgabenteilung liegt vor, wenn Geschäftsführerkollegen untereinander die Angelegenheiten der Gesellschaft entsprechend ihrer Ausbildung und Qualifikation geteilt haben. Eine solche Aufgabenteilung ist nicht verbindlich und kann von der gemeinschaftlichen Haftung nicht entlasten. Die alles umfassende Zuständigkeit und Verantwortung jedes Geschäftsführers bleibt unberührt.

Die unechte Aufgabenteilung wirkt regelnd innerhalb der GmbH.

Der Grund dafür liegt darin, dass sich die Aufgabe der Geschäftsführung auf die Führung von Geschäften beschränkt, nicht aber auf die verbindliche Regelung von Zuständigkeiten. Das ist vielmehr ein Gestaltungsrecht der Gesellschafter. Ohne ihre Mitwirkung kann eine verbindliche Aufgabenteilung nicht vorgenommen werden.

Eine unechte Aufgabenteilung ist trotzdem nicht wertlos. Sie ist zumindest ein Organisationsmittel im Betriebsablauf mit der Wirkung, dass ein Kollege bei bestimmten Angelegenheiten federführend tätig ist. Federführung bedeutet, dass vorbereitende Arbeiten von einem erledigt bzw. beaufsichtigt werden und anschließend sämtliche Mitglieder der Geschäftsführergemeinschaft zusammen entscheiden. Damit bleiben die jeweils anderen am Entscheidungsverfahren verantwortlich beteiligt, das Prinzip …

Autor: Wolfram Kast

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