Fachbeitrag | Management
25.02.2016

Für Investitionen EU-Fonds anzapfen

EU-Kommission ermuntert Unternehmen.

Dringend neues Lager, neue Maschine – aber kein Geld? Unternehmen können hoffen. Jedenfalls wenn man für bare Münze nimmt, was die EU-Kommission verlauten lässt. Sie ermuntert Unternehmen, EU Fonds anzuzapfen, wenn Investitionen zu schultern sind.

Investitionen© Eisenhans /​ fotolia.com

EFSI und EFZI

Brüssel. 25. Februar 2016 – Die Zauberkürzel sind EFSI und EFZI. Sie stehen für Europäischer Fonds für strategische Investitionen bzw. EU-Strukturfonds für Zukunftsinvestitionen. Kombiniert ergeben sie ein neues milliardenschweres Hilfsinstrument für Unternehmen, die investieren wollen. Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen und Regionalkommissarin Corina Crețu stellten dazu jetzt eine Handreichung vor.

Milliarden aus dem EU-Haushalt

Den EU-Struktur- und Investitionsfonds gibt es bereits seit langem. Die Instrumente sollen Zukunftsinvestitionen ermöglichen. Dafür greifen die EU-Kommissionare tief in die Gemeinschaftskasse. Bis 2020 erhalten zum Beispiel die deutschen Bundesländer 27,5 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt. Diese sollen sie mit nationalen Mittel aufstocken und gezielt als Finanzhilfen ausgeben für Investitionen in:

  • Forschung, Entwicklung und Innovation,
  • Förderung von kleinen und mittleren Betrieben,
  • CO2-arme Wirtschaft und
  • neue Informationstechnologien.

EFSI Herzstück des Juncker-Plans

Neu hinzugekommen ist der EFSI. Er gilt als Herzstück des sogenannten Juncker-Plans für mehr Investitionen in Europa. Der Fonds stellt Instrumente zur Risikofinanzierung über die Europäische Investitionsbank bereit. So sollen sich auch private Investoren leichter an Zukunftsinvestitionen für Europa beteiligen können.

Hoffnung auf zusätzliche Investitionen

Die Kommission verbindet mit Strukturfonds und EFSI die Hoffnung auf zusätzliche Investitionen. Sie sollen einander ergänzen und eben diese zusätzlichen Investitionen optimieren. Beide Fonds wurden unterschiedlich konzipiert. Sie seien aber komplementär und verstärken sich gegenseitig, bekräftigt die Kommission in einer Mitteilung an die Presse.

Im Dienste der Investition

Welche Projekte kommen für eine Finanzierung aus dem EFSI und den Strukturfonds in Frage? Auch hier zeigt sich Brüssel großzügig. Jedes wirtschaftlich tragfähige Projekt, das Wachstum und Beschäftigung verspricht und mit ihren Investitionsprioritäten im Einklang steht, komme in Betracht.

Beratungsplattform im Internet

Projektträger können über die Beratungsplattform der Europäischen Investitionsbank Näheres in Erfahrung bringen, ob und auf welche Weise sie die Fonds kombinieren können.

Wachstum und neue Arbeitsplätze – ohne Schulden

„Die heute von uns veröffentlichten Leitlinien bieten praktische Hilfestellung“, sagte Katainen. Sie richten sich ihm zufolge an Unternehmen, die eine Projektfinanzierung benötigen und wissen wollen, wie man beide Instrumente am besten nutzen kann. Der Kommissar weiter: „Wachstum und neue Arbeitsplätze ohne neue Schulden – das ist die oberste Priorität der Juncker-Kommission.“

Autor: Franz Höllriegel 

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