16.12.2015

Familienpflegezeit für Beschäftigte

Die GmbH von A-Z

Viele Berufstätige möchten ihre Angehörigen möglichst selbst betreuen, stoßen dabei aber häufig auf Schwierigkeiten. Das neue Gesetz zur Familienpflegezeit soll dafür sorgen, dass sich die Pflege naher Angehöriger und der eigene Job besser vereinbaren lassen. In Deutschland beziehen rund 2,4 Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Mehr als 1,6 Millionen Menschen werden zu Hause versorgt – durch Angehörige und ambulante Dienste (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17.5.11). Großteils sind es Frauen, die diese Aufgabe übernehmen. Die Familienpflegezeit gibt den Menschen Zeit für die Übernahme von Verantwortung im Pflegefall – ohne ihre Erwerbstätigkeit aufgeben zu müssen.

Mit der Einführung der Familienpflegezeit zum 1.1.12 können Berufstätige sich Zeit für die Pflege nehmen, ohne allzu große finanzielle Einbußen erleiden zu müssen. Für die Dauer der Familienpflegezeit gilt ein Kündigungsverbot.

Kein Anspruch auf Familienpflegezeit

Die Familienpflegezeit sieht vor, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden reduzieren können, wenn sie einen Angehörigen pflegen. Wird z.B. die Arbeitszeit in der Pflegephase auf 50 % reduziert, erhalten die Beschäftigten weiterhin 75 % des letzten Bruttoeinkommens. Zum Ausgleich müssen sie später wieder voll arbeiten, bekommen in diesem Fall aber weiterhin nur 75 % des Gehalts – so lange, bis die Konten wieder ausgeglichen sind. Man kennt dieses „Ansparmodell“ …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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