News | Steuern 18.04.2016

Elster setzt sich bei Steuererklärung durch

Erstmals 20 Millionen Steuererklärungen per Internet „Diebische Elster“, weiß der Volksmund. In der Unternehmensführung scheint eine andere Elster zumindest Zeit und Aufwand nicht zu stehlen. Hier wirkt sie offenbar segensreich bei der Steuererklärung. Immer mehr Unternehmen nutzen die elektronische Steuererklärung „Elster“.

Elster

Rekord bei elektronischen Steuererklärungen

20 Millionen Steuererklärungen wurden letztes Jahr online eingereicht – so viele wie noch nie. Das ist neuer Rekord bei der elektronisch abgegebenen Einkommensteuererklärung „Elster“, weiß der Digitalverband Bitkom. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 3,9 Millionen oder fast einem Viertel.

Verdoppelung innerhalb von vier Jahren

„Die elektronische Steuererklärung setzt sich immer mehr durch“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Innerhalb von vier Jahren habe sich die Anzahl der online eingereichten Einkommensteuererklärungen noch einmal mehr als verdoppelt. „Wer das Verfahren einmal genutzt hat weiß: Es ist bequemer und weniger fehleranfällig als das Ausfüllen von Papierformularen“, so Rohleder.

Verfahren standardisiert

Das Elster-Verfahren zur elektronischen Übermittlung von Steuerdaten ist standardisiert. Es findet in einer Vielzahl professioneller Steuerprogramme Verwendung. Die Software wartet mit einer Reihe Annehmlichkeiten auf. Sie:

  • übernimmt auf Wunsch Eingaben aus Vorjahren,
  • ermöglicht eine Plausibilitätsprüfung der eingegebenen Daten und
  • gibt auch für Laien verständliche Tipps zum Steuersparen.

Profisoftware oder Finanzamtssoftware

Abgesehen vom Komfortgewinn könne sich die Investition in eine professionelle Steuersoftware durch eine höhere Steuerrückerstattung dank der Hinweise schnell rechnen. Die Finanzverwaltung stellt aber auch das Programm „ElsterFormular“ zur Verfügung. Es steht unter www.elster.de kostenlos zu Abruf bereit. Es ermöglicht:

  • Dateneingabe in ein elektronisches Steuerformular,
  • Übernahme von unveränderten Angaben aus dem Vorjahr,
  • Probeberechnung der Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung und
  • die verschlüsselte Übertragung der Steuererklärung an die Finanzverwaltung über das Internet.

Änderungen im Steuerrecht

Allerdings ändert sich das Steuerrecht von Jahr zu Jahr. Zudem wird das Programm für die Datenübermittlung ständig überarbeitet. Ältere Versionen funktionieren dann möglicherweise nicht. Deswegen führt die Software vor Übertragung eine Plausibilitätsprüfung der Daten durch. Auch sollte man die Software stets auf dem neuesten Stand halten.

Hinweise auf Steuersparmöglichkeiten

Eines kann die Software allerdings nicht: sie gibt keine gezielten Hinweise, wie man Steuern sparen kann. Damit ist sie kein Ersatz für eine professionelle Steuerberatungssoftware kommerzieller Anbieter oder die fachkundige Unterstützung durch einen Steuerberater.

 

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Autor: Franz Höllriegel