Expertentipp | Steuern
10.07.2015

Elektronisches Fahrtenbuch immer beliebter

Fahrenbuch – Vorsicht vor Steuerrisiken!

Private Nutzung eines Firmenwagens? Kein Problem. Nur: das Finanzamt fährt dann auch mit. Und zwar normalerweise ganz pauschal mit einem Prozent des Neupreises des Wagens pro Monat. Das kann ganz schön zu Buche schlagen, vor allem, wenn man gar nicht den ganzen Monat unterwegs war. Hier hilft ein elektronisches Fahrtenbuch. Doch auch dies hat Schlaglöcher, die es zu umfahren gilt, wie „SteurSPARBrief“ berichtet.

elektronisches Fahrtenbuch© interklicks /​ fotolia.com

Ausfuhren zogen kräftig an

Kissing. 10. Juli 2015 – Jeden gefahrenen Kilometer von Hand in ein Fahrtenbuch eintragen – viele Fahrer scheuten „SteurSPARBrief“ (9-2015) dies bislang. Zu aufwendig, zu penibel, was die Ansprüche der Finanzbehörden an die Ordnungsmäßigkeit betrifft.

Doch das hat sich geändert. Die Steuergesetzgebung hätten das Fahrtenbuch in manchen Fällen sogar zur eindeutig klügeren Wahl gemacht. „SteurSPARBrief“ nennt drei von ihnen:

  1. Ein Unternehmer selbst nutzt einen repräsentativen Firmenwagen sowohl geschäftlich zu über 60 Prozent als auch privat. Er spare mit einem Fahrtenbuch jedes Jahr mehrere hundert bis einige tausend Euro, je nach Privatnutzung und Preis des Chefwagens.
  2. Der Unternehmer nutzt den Firmenwagen zu weniger als 50 Prozent betrieblich. Großes Handicap: Unter diesem Wert dürfte er die pauschale Ein-Prozent-Methode gar nicht nutzen.
  3. Bei 50 bis 60 % betrieblicher Nutzung befänden sich Firmenwagenfahrer laut „SteuerSPARBrief“ in einer gefährlichen Grenzspanne. Nur mit einem Fahrtenbuch könnten sie dem Finanzamt nachweisen, dass das Kfz überwiegend betrieblich genutzt wird.

In all diesen Fällen sei ein Fahrtenbuch finanziell der logische Schluss – sowohl für den Unternehmer als auch für Mitarbeiter mit Firmenwagen. Doch welcher Fahrer notiert jede Fahrt so „exakt, zeitnah und lückenlos“, wie es das Finanzamt verlangt? Oft würden lose Zettel abgegeben, welche das Finanzamt nicht anerkennt, schreibt „SteuerSPARBrief“.

Aber auch der technische Fortschritt lege die Nutzung eines Fahrtenbuches nahe – eines elektronischen Fahrtenbuches. Diese werden im Auto fest eingebaut und zeichnen während der Fahrt automatisch alle für das Finanzamt wichtigen Informationen auf wie Datum, Kilometerstände oder Fahrtziel. Diese Daten könnten dann am PC gesammelt und ergänzt werden. Bei Kosten zwischen 200 und 1.000 Euro sparten diese Helfer ein Vielfaches ihrer Kosten in Form von Zeit und Steuern so „SteuerSPARBrief“. Der Bericht wartet mit ausführlichen Expertenratschlägen sowie einer Liste einschlägiger Anbieter von elektronischen Fahrtenbüchern auf.

 

Autor: Franz Höllriegel 

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