Fachbeitrag | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“ 16.12.2015

Diese Zeugnisarten gibt es

GewO definiert zwei Arten von Arbeitszeugnissen: Das einfache Zeugnis enthält Angaben zu Art und Dauer der Tätigkeit. Das qualifizierte Zeugnis enthält darüber hinaus Angaben zu Leistung und Verhalten des Mitarbeiters.

Der Arbeitnehmer hat ein Wahlrecht, ob ein einfaches oder ein qualifiziertes Zeugnis ausgestellt wird. Hat sich der Arbeitnehmer einmal entschieden, kann er sich nicht mehr neu entscheiden. Der Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis setzt allerdings voraus, dass das Arbeitsverhältnis so lange bestanden hat, dass Führung und Leistung überhaupt bewertet werden können.

Einfaches Zeugnis

Art und Dauer der Beschäftigung sind beim einfachen Zeugnis darzustellen. Unwesentliches darf verschwiegen werden, nicht aber Aufgaben und Tätigkeiten, die ein Urteil über Kenntnisse und Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers erlauben und ihn für einen künftigen Arbeitgeber interessant erscheinen lassen (BAG, 12.08.1976 – DB 76, 2211). Nimmt der Arbeitnehmer verschiedene Funktionen nacheinander oder nebeneinander wahr, müssen sie allesamt angegeben werden. Ein Anspruch auf getrennte Zeugnisse besteht nicht.

Der anzugebende Beschäftigungszeitraum richtet sich nach dem rechtlichen Bestand des Arbeitsverhältnisses und muss mit genauen Daten angegeben werden. Bei einer fristlosen Kündigung wird das tatsächliche Ende der Beschäftigung angegeben. Unterbrechungen durch Urlaub oder Krankheit, Wehrübung, Bildungsurlaub usw. dürfen nicht erwähnt werden.

Erhebliche Ausfallzeiten, etwa durch …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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