16.12.2015

Die Dienstreise in der Praxis: Arbeitszeit und Erstattung

Die GmbH von A-Z

Dienstreisen und die damit verbundenen Reisekosten sorgen immer für bürokratischen Aufwand im Betrieb. Anfang 2010 wurden erst getrennte Steuersätze für Übernachtung (7 %) und Verpflegung (19 %) eingeführt. Dies führte zu Unklarheiten bei der betrieblichen Reisekostenabrechnung. Deshalb meldete sich das Bundesfinanzministerium mit einem Anwendungsschreiben zu Wort (BMF 5.3.10, IV D 2 – S 7210/07/10003 und IV C 5 – S 2353/09/10008). Damit sollen Rechtsunsicherheiten beseitigt und die Reisekostenabrechnungspraxis vereinfacht werden.

Keine Höchstdauer für Dienstreisen

Es gibt keine Höchstdauer oder sonstige Grenzen für Dienstreisen. Eine Dienstreise liegt deshalb auch dann vor, wenn ein Arbeitnehmer regelmäßig Fahrten wie z.B. ein Außendienstmitarbeiter zu seinen Kunden oder ein Montagearbeiter zu den Einsatzorten vornimmt (BAG 10.10.06 – 1 ABR 59/05). Steuerrechtlich handelt es sich um eine „Einsatzwechseltätigkeit“, die wie eine Dienstreise behandelt wird.

Expertentipp

Wenn der Arbeitnehmer für einen längeren Zeitraum und regelmäßig an ein und denselben Arbeitsort gesendet wird, handelt es sich nicht mehr um eine Dienstreise. In diesen Fällen liegt in aller Regel eine Versetzung vor. Maßgeblich für die Abgrenzung ist der gemäß § 4 Abs. 5 Nr. 5 EStG steuerrechtlich maßgebliche Zeitraum von drei Monaten.

Vereinbarung im Arbeitsvertrag

Die Anordnung von Dienstreisen gehört zum arbeitsrechtlichen Direktionsrecht. Eine ausdrückliche Vereinbarung im Arbeitsvertrag ist keine …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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