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08.05.2015

Deutscher Im- und Export so stark wie nie

Im März höchste jemals gemessene Monatswerte

Für über 107 Milliarden Euro exportiert, für fast 85 Milliarden Euro importiert: die deutsche Wirtschaft hat im März so viel exportiert und importiert wie noch nie in einem einzelnen Monat. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Hauptumsatztreiber waren dabei außereuropäische Länder wie USA und China – die beiden größten Volkswirtschaften. Gleichwohl: Konjunkturbranchen fehlt es an Schwung.

Außenhandel© JENS /​ fotolia.com

Ausfuhren zogen kräftig an

Berlin. 8. Mai 2015 – Um satte 12,4 Prozent auf 107,5 Milliarden Euro zogen die Ausfuhren an. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt, nahmen die Warenlieferungen in die Länder außerhalb der Europäischen Union besonders deutlich zu. Dazu gehören die beiden größten Volkswirtschaften USA und China.

Bestmarke auch bei Einfuhren

Die Einfuhren legten den Angaben zufolge um 7,1 Prozent auf 84,5 Milliarden Euro zu. „Auch das ist eine Bestmarke“, sagte ein Statistiker der Nachrichtenagentur Reuters.

23 Milliarden Euro Außenhandelsüberschuss

Die Außenhandelsbilanz schloss damit im März 2015 mit einem Überschuss von 23 Milliarden Euro ab. Im März 2014 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz + 16,7 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im März 2015 bei 19,3 Milliarden Euro.

Vergleich zum Vormonat

Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Ausfuhren um 1,2 Prozent zum Vormonat. Damit seien sie etwa dreimal so stark angestiegen wie von Ökonomen vorhergesagt. Und es war bereits der zweite Anstieg in Folge. Die Importe seien sogar noch etwas kräftiger angestiegen, heißt es aus dem Amt.

Paradox: Unternehmen drosselten Produktion

Trotz der Exporterfolge hätten die deutschen Unternehmen ihre Produktion im März überraschend gedrosselt. Industrie, Baubranche und Energieversorger stellten den Angaben zufolge zusammen 0,5 Prozent weniger her als im Vormonat. Ökonomen hatten ein Plus von 0,4 Prozent erwartet.

Konjunkturbranchen fehlt Schwung

„Konjunkturell bedeutsamen Branchen wie dem Maschinenbau und der Kfz-Wirtschaft fehlt es derzeit an Schwung“, erklärte der Agentur zufolge das Bundeswirtschaftsministerium. Die Industrieproduktion schrumpfte um 0,8 Prozent, insbesondere im Bereich der Vorleistungs- und Investitionsgüter. Die Erzeugung im Baugewerbe stieg hingegen um 2,1 Prozent, begünstigt auch durch milde Temperaturen.

 

Im- und Export Deutschland© Statistische Bundesamt
Außenhandel Deutschland 2013-2015
Autor: Franz Höllriegel 

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