News | Management
01.04.2016

Das digitale Büro auf dem Vormarsch

Erstmals Digital Office Index veröffentlicht.

Das papierlose Büro – vor zwanzig Jahren Utopie, dennoch Ziel. Heute zeigt sich: Papier ist nach wie vor nötig. Aber die Digitalisierung befindet sich auch hier auf dem Vormarsch.

Pc_Cartelle_003© massimo_g /​ fotolia.com

Aktenordner in der Cloud

Digitale Technologien helfen Unternehmen. Aktenordner und Papierstapel wandern auf Festplatten oder in die Cloud – der Arbeitsplatz wird zum „Digital Office“. Vier von zehn Unternehmen aller Branchen haben eine eigene Strategie für die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse.

Umsetzung des digitalen Büros

Das zeigt der „Digital Office Index“ des Digitalverbandes Bitkom. Dafür wurden repräsentativ 1.108 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern nach der Umsetzung des digitalen Büros bei sich befragt. Ergebnis: die Digitalisierung des Büros schreitet voran. Allerdings ist erst die Hälfte geschafft:

  • Bei großen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern wollen 70 Prozent ihre Geschäftsprozesse strategisch digitalisieren,
  • bei den Mittelständlern mit 100 bis 499 Mitarbeitern haben 52 Prozent eine solche Digitalstrategie,
  • bei kleineren Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern sind es dagegen erst 36 Prozent.

Digitalisierung der Geschäftsprozesse

Auf einer Skala von 0 („überhaupt nicht digitalisiert“) bis 100 („vollständig digitalisiert“) erreicht der Index einen Wert von 50. „Es wird Zeit, dass noch mehr Unternehmen erkennen, welches hohe Potenzial die Digitalisierung der Geschäftsprozesse mit sich bringt“, sagte Jürgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom.

Langfristziel: 100 Punkte

Der „Digital Office Index“ erfasst die Digitalisierung im Unternehmen, deren Fortschritt und deren Effekte. „Mit einem Index von 50 haben wir zwar schon den halben Weg geschafft, aber damit dürfen wir uns nicht zufrieden geben“, kommentierte Biffar das Ergebnis. Als Langfristziel gibt er den Indexwert 100 vor.

Digitalisierung bei Großunternehmen

Am weitesten digitalisiert sind Großunternehmen. Sie erreichen einen Indexwert von 58. Bei den Mittelständlern liegt der Wert mit 53 leicht über dem Durchschnitt. Kleine Unternehmen erreichen 49 Punkte.

Produktion und Projektabwicklung Spitzenreiter

Spitzenreiter ist die Produktion und Projektabwicklung. Sie ist in 74 Prozent der Unternehmen mindestens zu 50 Prozent und damit stark digitalisiert. Die Abteilungen Personal/Human Resources und Buchaltung/Finanzen/Controlling sind jeweils in 66 Prozent der Unternehmen stark digitalisiert. Im Ranking folgen dahinter die Geschäftsbereiche Marketing (62 Prozent), Einkauf (54 Prozent), Logistik (53 Prozent) sowie der Bereich Forschung und Produktentwicklung (30 Prozent).

Hemmnisse der Digitalisierung

Aus Sicht der Unternehmen hemmen verschiedene Faktoren den Fortschritt der Digitalisierung. Sechs von zehn Unternehmen (60 Prozent) sagen, der Investitionsbedarf sei zu hoch. Gleichzeitig will fast jedes zweite deutsche Unternehmen (46 Prozent) im laufenden Jahr mehr in die Digitalisierung investieren.

 

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Autor: Franz Höllriegel 

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