Fachbeitrag | Personal
01.06.2015

Big Data verändert Personalwesen nachhaltig

Studie von LinkedIn und Bitkom Research.
Für manche ein Reizwort, für andere die Zukunft: Big Data. Vor allem aber wird auch das Personalwesen von der schier grenzenlosen Datensammelei beeinflusst werden. Eine Untersuchung des IT-Verbandes Bitkom in Zusammenarbeit mit der Geschäftsplattform LinkedIn zeigt, wohin die Reise gehen könnte.

Datensammlerei© Rawpixel /​ Fotolia.com

Extrem hohe Kosten des Lokführerstreiks

Berlin / München. 1. Juni 2015 – Fast jedes vierte Unternehmen könnte demnächst sein Personalmanagement mit Big-Data-Anwendungen umkrempeln, jedes elfte Unternehmen ist schon kräftig dabei. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Business-Netzwerks LinkedIn und der Bitkom Research GmbH.

Riesige unstrukturierte Datenmengen

Big Data im Personalwesen, das sind riesige, meistens unstrukturierte Datenmengen. Sie werden per EDV in Sekundenschnelle ausgewertet und bereits oder schon bald verfügbar gemacht für:

  • die Verbesserung der internen Kommunikation,
  • für das Employer Branding,
  • für weitere Kernaufgaben des Personalwesens.

Big Data bei Entlohnung und Weiterbildungen

Big Data beginnt bei internen Daten, beispielsweise zur Entlohnung oder zu Weiterbildungen. Diese würden bereits bei 78 Prozent der Befragten gesammelt und unter Zuhilfenahme von Informationstechnologien analysiert. Externe Daten wie Arbeitsmarktdaten oder öffentliche Informationen aus sozialen Netzwerken blieben meistens noch außen vor – nur 16 Prozent nutzten solche Angaben.

Zu viele Daten, zu wenige Mitarbeiter

Das Potenzial der Anwendungen ist dabei noch lange nicht in seiner Reichweite erschlossen. Viele der verfügbaren Daten – vor allem aus unternehmensexternen Quellen – werden bislang nur selten in die Big Data-Analysen einbezogen. Zudem mangelt es an qualifizierten Mitarbeitern für einen umfassenderen Big-Data-Einsatz.

Entscheidungsgrundlagen für Personaler

Laut der Studie versprechen sich drei Viertel der Personaler von Big-Data-Analysen bessere Entscheidungsgrundlagen vor allem für Kernaufgaben wie:

  • Personaleinsatzplanung oder Personalcontrolling (je 75 Prozent hohes oder mittleres Potenzial),
  • Mitarbeitergewinnung im Inland (70 Prozent) und
  • Ausland (57 Prozent).

Unternehmen, die bereits mit Big Data arbeiten oder den Einsatz konkret planen, verfolgen damit aber andere Ziele:

  • Verbesserung der internen Kommunikation (54 Prozent) oder
  • des Employer Brandings (48 Prozent)

stehen für sie im Vordergrund.

Vielfältige Nutzung von Big Data im Personalbereich

„Die Digitalisierung der Wirtschaft erfasst alle Branchen und alle Abteilungen der Unternehmen“, kommentiert Dr. Axel Pols, Geschäftsführer der Bitkom Research GmbH. Gerade im Personalbereich ließen sich Big-Data-Analysen auf vielfältige Weise nutzen.

Aktive Ansprache von Kandidaten

Alexandra Kolleth, Leitung LMS Deutschland, Österreich und Schweiz bei LinkedIn, ergänzt: „Social Recruiting, insbesondere die aktive Ansprache von Kandidaten über soziale Netzwerke, hat das Thema Big Data im Personalbereich vorangetrieben.“

 

 

Autor: Franz Höllriegel 

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