Fachbeitrag | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“ 16.12.2015

Berufsausbildung: Inhalt

Inhalt des Ausbildungsverhältnisses

Dauer

Die Ausbildungsdauer soll nicht mehr als drei und nicht weniger als zwei Jahre betragen. Im Übrigen ergibt sich die konkrete Ausbildungszeit aus der jeweiligen Ausbildungsordnung. Die zuständige Stelle kann die Ausbildungszeit im Einzelfall verkürzen oder verlängern, um die individuellen Begabungen und Fähigkeiten zu berücksichtigen. Auf Antrag wird die Ausbildungszeit verkürzt, wenn erwartbar ist, dass der Auszubildende das Ausbildungsziel in der kürzeren Zeit erreicht. Andererseits kann eine Verlängerung ausgesprochen werden, wenn diese zur Erreichung des Ausbildungsziels erforderlich ist.

Zudem verlängert sich das Ausbildungsverhältnis auf Verlangen des Auszubildenden, wenn er die Abschlussprüfung nicht bestanden hat, bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens jedoch um ein Jahr (§ 21 Abs. 3 BBiG).

Der Ausbildende muss die Verlängerung sogar dann hinnehmen, wenn mit Sicherheit zu erwarten ist, dass der Auszubildende die Wiederholungsprüfung nicht bestehen wird (LAG Hamm vom 14.07.1976, DB 77, 126). Besteht der Auszubildende die erste Wiederholungsprüfung nicht, verlängert sich das Berufsausbildungsverhältnis auf sein Verlangen nochmals bis zur weiteren Wiederholungsprüfung, allerdings nur, wenn diese noch innerhalb der Höchstfrist von einem Jahr abgelegt wird (BAG vom 15.03.2000 – Az. 5 AZR 622/98 –).

Schließlich ergibt sich eine Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses aus § 6 Abs. 3 ArbPlSchG bei einer Einberufung …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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