Fachbeitrag | Personal
02.09.2015

Bei Abweichung von Ausbildungsordnung droht Schadenersatz

Azubis haben Anspruch auf ordnungsgemäße Ausbildung.

Aller Anfang ist schwer – nicht nur für Auszubildende, sondern auch für Ausbildende. Jeweilige Ausbildungsordnungen sollen ihn erleichtern. Doch nicht jeder Ausbildungsbetrieb hält sich daran – mit unter Umständen nicht unbedingt erfreulichen Folgen für diesen, wie „PersonalTIPP“ berichtet.

Auszubildende© Monkey Business /​ fotolia.com

Hauptziel Ausbildungsziel erreichen

Kissing. 2. September 2015 – Azubis sollen zunächst einmal das Ausbildungsziel erreichen. Dazu benötigen sie bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse. Diese ihnen zu vermitteln, ist Hauptpflicht von Ausbildern. Eine wichtige Hilfestellung dafür stellt die jeweilige Ausbildungsordnung dar. Wird von ihr in der Ausbildung abgewichen und besteht der Azubi die Prüfung deswegen nicht, macht sich der Ausbilder unter Umständen sogar schadenersatzpflichtig. Das berichtet der Newsletter für Arbeitsrecht für Personalmanager und Arbeitgeber „PersonalTIPP“ 11/2015.

Bestimmungen für die Berufsausbildung

Darüber hinaus haben dem Bericht zufolge Auszubildende wie ausbildende Betriebe eine Reihe weiterer wichtiger Bestimmungen für die Berufsausbildung zu beachten. Das beginnt beim Abschluss eines ordnungsgemäßen Ausbildungsvertrages – erst auch nur mündlich, spätestens ab Ausbildungsbeginn jedoch in schriftlicher Form.

Ärztliches Attest

Es setzt sich fort mit der Vorschrift, dass ein Auszubildender vor Aufnahme der Ausbildung ärztlich untersucht worden sein muss. Dem ausbildenden Betrieb muss hierüber ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Ein zentraler Punkt des Ausbildungsvertrages stellt überdies die Probezeit dar. Sie muss, so „PersonalTIPP“, mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen.

Leitfaden für Azubis erstellen!

Je nach familiärem oder erzieherischem Hintergrund des Auszubildenden kann es an Manieren oder Grundkenntnissen über die Gepflogenheiten im Berufsalltag fehlen. Hier empfiehlt „PersonalTIPP“ ausbildenden Betrieben, einen Leitfaden über Hierarchien, Ansprechpartner und betriebliche Abläufe den Azubis an die Hand zu geben.

Pflichten von Azubis und Ausbildungsbetrieben

Insgesamt wartet der Bericht mit einer Fülle an Tipps und Hinweisen, einer Auflistung der Pflichten von Azubis wie einer für die Pflichten des auszubildenden Betriebes auf. So darf ein Ausbildungsheft nicht fehlen und der Ausbildungsbetrieb muss bestimmte Ausbildungsmittel bereitstellen, einige wie nur für die Berufsschule benötigte Bücher aber auch nicht. Ein übersichtlicher Schnell-Check hilft Ausbildungsbetrieben dabei, die Ausbildung sicher in den Griff zu bekommen.

Schluss mit Kaffeekochen

Zusammenfassend unterstreicht „PersonalTIPP“-Herausgeberin Annemarie Böttcher, wie wichtig eine gute Ausbildung und ein guter Umgang im Betrieb für eine erfolgversprechende Zusammenarbeit sind. Um die Azubis gut auszubilden und im Idealfall übernehmen zu können, müssten sich Betriebe heutzutage anstrengen. Böttcher: „Es ist schon längst nicht mehr damit getan, Azubis Kaffee kochen zu lassen.“

Online-Seminar am 15. September

Übrigens: Wem die Informationen im Newsletter selbst nicht genug sind, der kann seine Erkenntnisse vertiefen in einem von „PersonalTIPP“ veranstalteten Online-Seminar rund um das Thema Ausbildung. Ort: Internet unter https://weka.adobeconnect.com/personaltipp/, Zeit: 15.09.2015 um 15:00 Uhr – damit nicht auf einen schweren Anfang der Ausbildung für den Betrieb womöglich ein noch schwereres Ende folgt. Für Abonnenten des PersonalTIPP ist die Teilnahme an dem Online-Seminar selbstverständlich kostenlos.

 

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Autor: Franz Höllriegel

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