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26.09.2016

Ausbilder übernehmen immer mehr Doppelrolle

Betriebliche Ausbildung so attraktiv wie möglich gestalten

Wo setzt berufliche Ausbildung an, wo hört sie auf? Herkömmliche Ausbildungsmodelle haben sich im Zeichen schnell ändernder Anforderungen überlebt. Flexibilität und selbständiges Lernen rücken immer mehr in den Vordergrund der Ausbildung. Ausbilder geraten dabei in eine Doppelrolle.

duale Ausbildung© industrieblick /​ fotolia.com

Ausbildung früher und heute

Unternehmensführung/Personal.  Am Anfang steht Kartoffelschälen. Jeder Vier-Sterne-Koch musste das erfahren. Damit hören allerdings die Gemeinsamkeiten der Ausbildung früher und heute schon beinah auf. War Berufsausbildung in der Vergangenheit fast ausschließlich auf berufstypisches Fachwissen und Fertigkeiten ausgerichtet, so ist dieser Ansatz für die Dauer eines Berufslebens nicht mehr ausreichend.

Anforderungen im Berufsleben

Grund dafür sind sich ständig und schnell ändernde Anforderungen im Berufsleben. Neben der Vermittlung von Fachqualifikation müssen Ausbildungsbetriebe zunehmend Auszubildenden zusätzliche fachübergreifende Qualifikationen vermitteln. Sie sollen es den Auszubildenden ermöglichen,

  • flexible Arbeitsweisen zu entwickeln,
  • plötzlich auftretende Probleme zu erkennen und zu lösen und
  • selbstständig zu lernen.

Fähigkeiten selbständig erweitern

Die Fachkräfte von morgen sollen in die Lage versetzt werden, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten selbständig zu erweitern und zu ergänzen. Die Bildungskommission Nordrhein-Westfalen definiert Schlüsselqualifikationen als

„erwerbbare allgemeine Fähigkeiten Einstellungen und Strategien, die bei der Lösung von Problemen und beim Erwerb neuer Kompetenzen in möglichst vielen Inhaltsbereichen von Nutzen sind.“

Sonderausgabe zu Ausbildung

„Personaltipp AKTUELL“ (12/2016 Sonderausgabe) widmet dem Thema eine eigene Sonderausgabe. Darin werden wesentliche Schlüsselqualifikationen wie

  • Methodenkompetenz,
  • Sozialkompetenz und
  • Selbstkompetenz oder Ich-Kompetenz

ausführlich erklärt. Ausbilder haben demnach eine Doppelrolle:

  • Sie sollen Auszubildenden die erforderlichen fachspezifischen Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln und
  • gleichzeitig beim Erwerb und Ausbau von Schlüsselqualifikationen fördern.

Universitätstrend entgegenwirken

Annemarie Böttcher, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Herausgeberin „Personaltipp AKTUELL“, sieht dabei Unternehmen und Ausbilder gefordert, die Vorzüge einer betrieblichen Ausbildung sichtbar zu machen. Nur so könne man dem Trend entgegenwirken, dass immer mehr Schulabsolventen ein Universitätsstudium oder eine duale Ausbildung an Fachhochschulen der klassischen Berufsausbildung vorziehen.

Ausbildungsmethoden überdenken

Böttcher: „Dazu gehört es auch, Ausbildungsmethoden zu überdenken und Wissensvermittlung anschaulich zu gestalten.“ In der Sonderausgabe zum Thema Ausbildung erhalten Unternehmen und Ausbilder hierzu wertvolle Anregungen.

 

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Tipp

Seit September finden Sie online übrigens unter der Nr. 12 eine Sonderausgabe zum Thema „Ausbildung“.
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Autor: Franz Höllriegel 

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