16.12.2015

Arbeitsunfähigkeit

Die GmbH von A-Z

Eine Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Krankheitsgeschehen den Arbeitnehmer außerstande setzt, die ihm nach dem Arbeitsvertrag obliegende Arbeit zu verrichten, wenn er die Arbeit nur unter der Gefahr fortsetzen könnte, in absehbarer naher Zeit seinen Gesundheitszustand zu verschlimmern, oder wenn infolge einer notwendigen Krankenpflege die Arbeitsleistung unzumutbar und damit für den Arbeitnehmer unmöglich wird.

Eine Arbeitsunfähigkeit kann somit unmittelbar durch die Art und Schwere der Krankheit oder erst infolge der durch die Krankheit erforderlichen Krankenpflege oder Schonung eintreten.

Von Arbeitsunfähigkeit ist auch dann auszugehen, wenn ein Arbeitnehmer wegen Defekts eines technischen Hilfsmittels wie z.B. einer Prothese oder eines Hörgeräts seine Arbeitsleistung nicht erbringen kann.

Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit daran gehindert, seine vertraglich geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen und trifft ihn an der Arbeitsunfähigkeit kein Verschulden, so steht ihm ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung gegen seinen Arbeitgeber für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen zu.

Anzeige- und Nachweispflicht

Erkrankungen im Inland

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber unverzüglich anzuzeigen. Eine besondere Form ist nicht vorgeschrieben. Der Arbeitgeber hat keinen Anspruch auf Mitteilung der Art der Krankheit und der Krankheitssymptome. Der Arbeitgeber muss von der Art der Erkrankung jedoch Kenntnis …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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