16.12.2015

Arbeitskleidung: Das gilt in Sachen Steuern

Die GmbH von A-Z

Stellt der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern die Berufskleidung zur Verfügung, ist zunächst folgende Unterscheidung zu treffen: Handelt es sich um Schutzkleidung und typische Berufskleidung, so stellt die vollständige oder teilweise Überlassung keinen lohnsteuerpflichtigen geldwerten Vorteil dar. Diese Bekleidungsarten sind grundsätzlich gemäß § 3 Nr. 31 Einkommensteuergesetz (EStG) steuerfrei. Das gilt jedoch nur, wenn es sich um typische Berufskleidung handelt. Nur in diesem Fall muss keine Lohnsteuer entrichtet werden und es besteht keine Sozialversicherungspflicht. Die Kosten für die Schutzkleidung können vom Arbeitgeber beim Fiskus als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Beispiele für typische Berufskleidung sind: Arbeitskittel (Arztkittel, Arztschuhe, Blaumann etc.), Sicherheitsschuhe, Talar, Robe, Uniform, Zimmermannsanzug, Kochkleidung usw.

Anders verhält es sich dagegen, wenn es sich um sogenannte „bürgerliche Kleidung“ handelt, die nicht nur beruflich, sondern auch privat getragen werden könnte. Hier stellt die Überlassung der Kleidung einen lohnsteuerpflichtigen geldwerten Vorteil dar. Dieser ist vom Arbeitnehmer als Sachbezugswert gemäß § 8 Abs. 2 EStG zu versteuern. Dem Unternehmer steht der Betriebsausgabenabzug offen. Stellt der Arbeitgeber beispielsweise Krawatten in einer bestimmten Farbe oder ohne großes Logo oder Ähnliches zur Verfügung, dann könnte diese Krawatte auch im privaten Umfeld getragen werden. Somit kann sie nicht lohnsteuerfrei an den Arbeitnehmer

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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