Fachbeitrag | Beitrag aus „Die GmbH von A-Z (smartPilot)“
16.12.2015

Anfechtung des Arbeitsvertrags wegen gefälschter Zeugnisse

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Erfährt der Arbeitgeber, dass ein Mitarbeiter bei seiner Einstellung gefälschte Zeugnisse vorgelegt hat, kann er das Arbeitsverhältnis wegen arglistiger Täuschung anfechten (LAG Nürnberg, 24.08.2005 – 9 Sa 400/05).

Im entschiedenen Fall hatte ein als technischer Aufsichtsbeamter seit vielen Jahren tätiger Mitarbeiter bei seiner Einstellung gefälschte Diplomzeugnisse vorgelegt, da er sein Ingenieurstudium nie abgeschlossen hatte. Der Mitarbeiter argumentierte im Prozess, die Anfechtung verstoße gegen Treu und Glauben, da er schon seit vielen Jahren unbeanstandete Arbeit zur vollsten Zufriedenheit seines Arbeitgebers geleistet habe. Deshalb müssten der fehlende Hochschulabschluss und das gefälschte Diplom in den Hintergrund treten.

Die Arbeitsrichter folgten dieser Argumentation aber nicht. Zwar sei es richtig, dass unter bestimmten Umständen bei einer erfolgreichen langjährigen Berufsausübung der Anfechtungsgrund in den Hintergrund treten könne, in diesem Falle aber war der Mitarbeiter in …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa (Die Rechtsanwältin ist Autorin zahlreicher Fachbücher und unsere Expertin für Rechtsthemen.)

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