25.11.2016

Wassergefährdungsklasse

Wasserrecht

In der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) wird der Grundsatz, dass Stoffe und Gemische, mit denen in Anlagen umgegangen wird, in eine Wassergefährdungsklasse oder als nicht wassergefährdend einzustufen sind, fortgeführt. Die Wassergefährdungsklasse (WGK) gibt an, in welchem Maße ein Stoff Wasser dauerhaft schädlich verändern kann.

  • WGK 1: schwach wassergefährdend
  • WGK 2: deutlich wassergefährdend
  • WGK 3: stark wassergefährdend

Solange zu einem Stoff keine Entscheidung über die Einstufung im Bundesanzeiger veröffentlicht oder zu einem Gemisch keine Einstufung gegenüber einer zuständigen Landesbehörde dokumentiert worden ist, gilt für diesen Stoff bzw. für dieses Gemisch die Wassergefährdungsklasse „stark wassergefährdend“. Mit dieser Regelung wird dem Besorgnisgrundsatz nach dem WHG Rechnung getragen.

Gefahren für die Gewässer

Der Umgang mit gefährlichen Stoffen bringt allgemein Gefahren für den Menschen und die Umwelt. Diese reichen von Brand- und Explosionsgefahren, Gefährdungen und Vergiftungen bis zur Verschmutzung der Umwelt durch Anreicherungen gefährlicher Stoffe in Wasser, Boden und Pflanzen. Im Umweltbereich sind besonders die Gewässer bedroht, die als Trinkwasserressourcen lebenswichtig sind.

Die größten Belastungen für die oberirdischen Gewässer und die Grundwasservorkommen stammen

  • aus der Einleitung häuslicher und gewerblicher Abwässer,
  • aus übermäßiger Düngung und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft,
  • aus unsachgemäßen Abfallablagerungen und Altlasten und aus dem Eintrag von wassergefährdenden Stoffen, vor allem nach Unfällen beim Transport und beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Gerade die wassergefährdenden Stoffe stellen, weil sie teilweise hochtoxisch und nur schlecht biologisch abbaubar sind, eine große Gefährdung der Grundwasservorkommen und der darin liegenden Trinkwasserreserven dar.

Autor: WEKA Redaktion

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