15.02.2017

Bodengefährdende Schadstoffe

Traktor auf Feld

Nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung werden Schadstoffe wie folgt definiert: Sie sind

„Stoffe und Zubereitungen, die auf Grund ihrer Gesundheitsschädlichkeit, ihrer Langlebigkeit oder Bioverfügbarkeit im Boden oder auf Grund anderer Eigenschaften und ihrer Konzentration geeignet sind, den Boden in seinen Funktionen zu schädigen oder sonstige Gefahren hervorzurufen“.

Schadstoffe sind für Mensch und Natur in Abhängigkeit von ihrer Konzentration giftig. Sie können die Gesundheit des Menschen langfristig beeinträchtigen, mutagen, karzinogen oder akut toxisch und tödlich sein. Sie beeinträchtigen ferner das Pflanzenwachstum (z.B. Schwermetalle) oder vergiften Tiere (z.B. bienengefährdende Insektizide).

Schutzgutschädigende Stoffe und Verbindungen

Die Menge und die Expositionsdauer eines Schadstoffs können als Maß für seine Giftigkeit angesehen werden. Zu viel Kochsalz kann z.B. beim Menschen zu Kreislaufversagen führen und auch der Zusammenhang zwischen übermäßigem Zuckergenuss und Diabeteserkrankung ist bekannt.

Schadstoffe können in vielen Fällen schon bei Aufnahme kleiner Mengen gesundheitliche Schädigungen verursachen. Schwermetalle z.B. haben eine hohe Affinität zu Enzymen, sie blockieren (inhibieren) die Enzyme, diese können ihre wichtigen physiologischen Funktionen nicht mehr erfüllen. Viele aromatische Kohlenwasserstoffe sind krebserregend. Eine ganze Reihe von Substanzen wie Diphenylamin, Acrylamid oder Dimethylsulfat verändern das Erbgut (DNS),…

Autor: WEKA Redaktion