25.11.2016

Prüfung von Anlagen

Im Bereich des Boden- und Gewässerschutzes hat der Gesetzgeber Prüfungen für bestimmte Anlagen vorgeschrieben. Neben der Überwachung durch den Betreiber muss ein großer Teil der Anlagen vor Inbetriebnahme und regelmäßig wiederkehrend durch einen externen Sachverständigen geprüft werden.

Dabei unterscheidet man zwischen der erstmaligen Prüfung einer Anlage (bevor der wassergefährdende Stoff eingefüllt wird), der wiederkehrenden Prüfung (Wiederholungsprüfung z.B. alle 5 Jahre) und der Stillegungsprüfung (wenn die Anlage endgültig außer Betrieb genommen wird).

Ob und wie oft geprüft werden muß, hängt hauptsächlich von folgenden Kriterien ab:

  • Menge der eingesetzten Stoffe (in der Regel Flüssigkeiten). Je mehr Flüssigkeit, desto umfangreicher die Prüfpflicht.

  • Aufstellungsart der Anlage. Unterirdische Tanks sind schlechter kontrollierbar als oberirdische und müssen deshalb öfter geprüft werden.

  • Aufstellungsort der Anlage. Anlagen im Wasserschutzgebiet müssen öfter geprüft werden.

Die Sachverständigen müssen einer anerkannten Sachverständigenorganisation angehören. Wird bei diesen Prüfungen ein Mangel an der Anlage festgestellt, ist dieser unverzüglich zu beseitigen.

Übersicht über erforderliche Prüfungen durch den Sachverständigen

Prüfanlass

Art der Prüfung

Vor Inbetriebnahme und nach wesentlicher Änderung

Wiederkehrend

Auf AnordnungNachprüfung

Nach Stilllegung

Ordnungsprüfung

X

Einsicht in letzten Prüfbericht, durchführen bei Änderungen an der Anlage

nach Bedarf

Autor: WEKA Redaktion

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