24.09.2018

November 2018: Rücknahmeaktion für unbrauchbare Pflanzenschutzmittel & Co.

Wenn Pflanzenschutzmittel und andere Chemikalien unbrauchbar geworden sind, stellt sich die Frage: Wohin damit? Der Industrieverband Agrar e.V. (IVA) startet im November 2018 wieder eine Rücknahme-Aktion. Damit sollen Risiken, die durch unsachgemäße Lagerung, Anwendung und Entsorgung von Pflanzenschutzmittel entstehen, minimiert werden.

Pflanzenschutzmittel im einsatz bei Birnenbaum

Was genau kann entsorgt werden?

Unabhängig vom Hersteller können alle Pflanzenschutzmittel (PSM), die aus den verschiedensten Gründen unbrauchbar sind, entsorgt werden. Beispiele dafür sind PSM, deren Anwendung in Deutschland mittlerweile verboten ist sowie PSM mit abgelaufene Zulassungen und Aufbrauchfristen. Darüber hinaus können auch andere Chemikalien wie z.B. Reinigungsmittel, Öle, Dünger, Farben, aber auch Spritzgerätefilter, Spritzdüsen und nicht mehr verwendbares gebeiztes Saatgut abgegeben werden.

Gibt es Mengenbegrenzungen?

Grundsätzlich können unbegrenzte Mengen abgegeben werden. Allerdings kann es technische Begrenzungen geben, weil die Sonderabfalltransporter nicht über ausreichend Kapazitäten verfügen. Deshalb empfiehlt es sich bei größeren Mengen ab ca. 300 Kilogramm unter der Hotline 0800 3086001 individuelle Absprachen zu treffen, um eine problemlose Übergabe zu gewährleisten. Unter dieser Hotline können Sie auch nachfragen, wenn akuter Entsorgungsbedarf besteht.

Vorschriften bei der Anlieferung

Die PSM müssen in einem dichten und verschlossenen Behälter angeliefert werden. Nutzen Sie dafür am besten die Originalgebinde mit Originalverschlüssen. Dies hat auch den Vorteil, dass das möglichst noch vorhandene Etikett eine bessere Einordnung der Stoffe durch den Entsorgungsbetrieb ermöglicht. Ist diese Vorgehensweise nicht möglich, muss die Anlieferung in einer flüssigkeitsdichten Umverpackung, die Chemikalien standhält, erfolgen. Sind Quecksilber, Arsen und/oder Phosphide enthalten, müssen diese getrennt von anderen Stoffen angeliefert werden. Hintergrund ist die besondere Behandlung bei der Entsorgung. In der Regel benötigen Sie für den Transport keine abfallrechtliche Erzeuger-Nummer nach § 53 KrW, es sei denn, Sie produzieren bzw. befördern mehr als zwei Tonnen an gefährlichem Abfall pro Jahr.

Kosten und Dokumente

Für die Entsorgung fallen 2,95 Euro je Kilogramm an (zuzüglich Mehrwertsteuer). Die Bezahlung erfolgt per Rechnungstellung. Für die Entsorgung erhalten Sie den Original-Übernahmeschein. Dieser dient auch als abfallrechtlicher Nachweis.

Wo sind diese Sammelstellen?

Sammelstellen gibt es in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein. Die genauen Termine und Orte finden Sie unter www.pre-service.de/pre-system.html. Beachten Sie dabei, dass es für jeden Sammelpunkt aus logistischen Gründen eine Schwerpunktsetzung gibt, die sich jedes Jahr ändert. Melden Sie über die kostenlose Hotline 0800 3086001 oder per E-Mail an pre-service@rigk.de Ihren Entsorgungsbedarf an. Sie erhalten dann Auskunft, wo ihr Anmeldeort ist.

Hier sind die Termine und Orte im Überblick

  • 08.11.2018 in 04838 Eilenburg
  • 06.11.2018 in 19089 Crivitz
  • 12.11.2018 in 23818 Neuengörs
  • 08.11.2018 in 38259 Salzgitter-Ringelheim
  • 22.11.2018 in 53919 Weilerswist-Derkum
  • 06.11.2018 in 67678 Mehlingen
  • 15.11.2018 in 89077 Ulm
  • 08.11.2018 in 97424 Schweinfurt

Die genauen Adressen und Anlieferungszeiten finden Sie unter www.pre-service.de/sammelstellen-und-termine.html

Autor: Markus Horn