07.04.2016

Meldepflichtige Ereignisse

Gefahrstoffkanister

Meldepflichtige Ereignisse sind Ereignisse aus Störfällen, die an Behörden gemeldet werden müssen. Eine wirksame Umsetzung der Störfall-Verordnung setzt voraus, dass Anlagenbetreiber sowie Behörden schnell und umfassend informiert werden über:

  • Erkenntnisse aus Störfällen,
  • Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs und
  • sonstige für die Sicherheit bedeutsame Ereignisse

Um aufseiten der Behörden einen einheitlichen Erkenntnisstand sicherzustellen und damit auch einen einheitlichen Vollzug zu fördern, sind die Ergebnisse der Auswertungen von Störfällen oder Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs zügig zu melden

Hierzu dient die Meldevorschrift des § 19 StörfallV. Danach sind meldepflichtige Ereignisse definiert, die als Erkenntnisquellen zur Fortschreibung des Stands der Sicherheitstechnik und der guten Managementpraxis genutzt werden können.

Kriterien für meldepflichtige Ereignisse

  1. Ereignisse mit Brand, Explosion oder Freisetzung von Stoffen des Anhangs I in bestimmten Mengen unabhängig von den Auswirkungen
  2. Ereignisse mit bestimmten Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Sachen unabhängig von der Menge der beteiligten gefährlichen Stoffe
  3. Ereignisse mit grenzüberschreitenden Auswirkungen unabhängig von der Menge der beteiligten gefährlichen Stoffe
  4. sicherheitsbedeutsame Betriebsstörungen (z.B. Beinaheunfälle), aus denen wichtige Erkenntnisse gewonnen werden können, unabhängig von Art und Menge der beteiligten Stoffe
  5. Betriebsstörungen mit Stoffen nach Anhang I, wenn hierdurch Schäden eintreten oder Gefahren für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft nicht offensichtlich ausgeschlossen werden können, unabhängig von der Menge der beteiligten gefährlichen Stoffe
Autor: WEKA Redaktion