26.02.2018

Kunststoffabfall: Ab 2030 sollen alle Kunststoffverpackungen recyclingfähig sein

Die EU-Kommission hat jetzt eine neue Kunststoffstrategie vorgelegt. Nach den neuen Plänen sollen ab 2030 alle Kunststoffverpackungen recylingfähig sein. Der Verbrauch von Einwegkunststoffen soll reduziert und die absichtliche Verwendung von Mikroplastik beschränkt werden.

PET-Flasche im Meer

Jedes Jahr fallen in Europa 25 Mio. Tonnen an Kunststoffabfall an. Bisher werden aber weniger als 30 % für das Recycling gesammelt. Deswegen soll jetzt mit der Strategie für Kunststoffabfälle Anreize für die Entwicklung einer innovativen kreislauforientierten Kunststoffindustrie gesetzt werden.

Damit soll sich in Zukunft grundlegend ändern, wie Produkte in der EU designt, hergestellt, verwendet und recycelt werden. Nicht nur die Umwelt soll geschützt werden, gleichzeitig gilt es auch, die Grundlagen für eine neue Kunststoffwirtschaft zu schaffen. Schon bei den Themen Design und Herstellung soll an die Wiederverwendung, Reparatur und das Recycling gedacht und nachhaltigere Materialien entwickelt werden.

7-Punkte-Strategie für weniger Kunststoffabfälle

Die Liste der geplanten Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie sind:

  • Verbesserung des Produktdesigns:
    Die Kommission will hier unter anderem weitere Vorschriften veröffentlichen. Bis 2030 sollen alle Kunststoffverpackungen, die in der EU in Verkehr gebracht werden, wiederverwendbar oder recycelbar sein.
  • Verbesserung des Recyclatanteils:
    Im Zuge dessen will die Kommission die Überarbeitung folgender Vorschriften überprüfen: der Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle, der Bauprodukteverordnung und der Richtlinie über Altfahrzeuge.
  • Verbesserung der getrennten Sammlung von Kunststoffabfällen
  • Verringerung von Einwegkunststoff
  • Regelung des Eintrags von Abfällen in die Meere aus Quellen auf See:
    Dazu soll es unter anderem einen Legislativvorschlag für Hafenauffangeinrichtungen für die Entladung von Abfällen von Schiffen geben.
  • Maßnahmen für kompostierbare und biologisch abbaubare Stoffe:
    Unter anderem will die Kommission einheitliche Vorschriften für die Kennzeichnung kompostierbarer Kunststoffe entwickeln.
  • Maßnahmen zur Eindämmung der Umweltverschmutzung durch Mikroplastik:
    Hier ist unter anderem geplant, die geplante Verwendung von Mikroplastik in Produkten im Rahmen der REACH-Verordnung einzuschränken.

So kommen Sie weiter: Die vollständige Liste der Maßnahmen und ihre zeitliche Planung finden Sie hier im Anhang der Strategie für Kunststoffe.

Autor: WEKA Redaktion