18.02.2019

Dieselskandal und Fahrverbot: Fördermittel für die Nachrüstung von Fahrzeugen

Liegt Ihr Firmensitz in einer Stadt mit Grenzwertüberschreitung oder in einem benachbarten Landkreis? Oder erzielen Sie in einer solchen Stadt mindestens 25 Prozent ihres Umsatzes? Dann prüfen Sie jetzt das aktuelle Fördermittelangebot des Bundesverkehrsministeriums (BMVI), wie Sie Fördermittel für die Nachrüstung von Nutzfahrzeugen und Diesel-PKW mit Aussicht auf Erfolg beantragen können.

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Wenn Sie in Städten mit Grenzwertüberschreitungen gewerblich mit Liefer- und Nutzfahrzeugen aktiv sind, können Sie jetzt für die Nachrüstung Fördermittel beantragen. Dies könnte sich insbesondere dann lohnen, wenn Fahrverbote absehbar sind.

Erfüllen Sie die Voraussetzungen für die Förderungen?

Die Zeitfenster für die Antragstellung sind nur kurz offen, deshalb sollten Sie zügig prüfen, ob Ihr Unternehmen berechtigt ist und sich eine Anschaffung lohnen könnte.

Prüfen Sie zunächst, ob eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für Ihr Fahrzeugmodell beim Kraftfahrtbundesamt vorliegt. Sie sind grundsätzlich dann anspruchsberechtigt, wenn Ihr Unternehmen Fahrzeughalter mit gewerblich genutzten Fahrzeugen der Klassen N1 und N2 mit einer zulässigen Gesamtmasse von 2,8 bis 7,5 Tonnen ist.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Firmensitz Ihres Unternehmen in einer Stadt mit Grenzwertüberschreitung oder in einem benachbarten Landkreis liegt.

Gilt beides nicht, gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Wenn Sie in einer Stadt mit Grenzwertüberschreitung mehr als 25 Prozent ihres Umsatzes erzielen, können Sie ebenfalls in den Genuss der Fördermittel gelangen.

Hohe Förderquoten je nach Unternehmensgröße und Fahrzeugmasse

Die Förderquoten hängen von der Unternehmensgröße ab. Kleine Unternehmen erhalten 60 Prozent, mittlere 50 Prozent und große 40 Prozent der Umrüstkosten ersetzt. Die absolute Höhe der Umrüstkosten ist allerdings gedeckelt:

  • Bei leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen gibt es bis zum 1.5.2019 bis zu 3.800 Euro Förderung. Wer zu spät dran ist, kann die Umrüstung noch bis zum 1.6.2019 mit bis zu 3.000 Euro fördern lassen.
  • Bei schweren Nutzfahrzeugen ab 3,5 Tonnen ist bis zum 1.5.2019 auf 5.000 Euro und für spätere Antragsteller bis zum 1.6.2019 auf 4.000 Euro begrenzt.

 

 

Autor: Markus Horn