08.11.2017

Betrieblicher Umweltschutz: Ohne Unterweisung geht es nicht

Wenn Sie den betrieblichen Umweltschutz verbessern möchten, sind Unterweisungen ein ganz zentraler Ansatzpunkt. Zum einen birgt das Umweltwissen der Mitarbeiter ein nicht zu unterschätzendes Potential. Vor allem sind Sie aber auch auf die Motivation der Belegschaft angewiesen.

betrieblicher umweltschutz

Wenn es um das Thema betrieblicher Umweltschutz geht, müssen Sie die gesamte Belegschaft ins Boot holen. Mit Anweisungen allein werden Sie wenig erreichen. Wenn Sie möchten, dass Ihr Unternehmen seine Umweltziele erreicht, müssen Sie das Vertrauen in die Fähigkeiten, die Kreativität und die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stützen.

Betrieblicher Umweltschutz: Unterweisung der Beschäftigten in Umweltfragen

Daher sollten Sie Schulungen anbieten, die auf dem Hintergrund allgemeiner Umwelt- oder Energieprobleme den Bezug zu den speziellen betrieblichen Umwelt- oder Energieerfordernissen herstellen. Dabei geht es z.B. um folgende Fragen:

  • Warum ist es notwendig den Wasser- und Energieverbrauch zu senken?
  • Welche ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile haben diese Einsparungen für eine Organisation und die Gesamtwirtschaft?
  • Welche Auswirkungen haben Reduzierungen beim Einsatz von Hilfs- und Betriebsstoffen in der Produktion?
  • Hat es für eine Organisation einen ökologischen und/oder ökonomischen Nutzen, Abfälle zu vermeiden, zu verringern und wiederzuwerten?
  • Warum sollen in der Herstellung Rohstoffe optimaler eingesetzt bzw. sogar eingespart werden?
  • Gibt es Zusammenhänge zwischen dem Ressourcenverbrauch bei einer Organisation und den vorhandenen Vorräten einzelner Rohstoffe?
  • Muss in Zukunft das von der Organisation verkaufte Produkt anders beschaffen sein?

Daneben können bei Schulungen auch Fragen zum Umweltrecht (z.B. Gefahrstoffverordnung, Kreislaufwirtschaftsgesetz, Bundes-Immissionsschutzgesetz behandelt und mit den Beschäftigten eingehend erörtert werden.

Die Schulungen zum betrieblichen Umweltschutz können in drei unterschiedlichen Formen durchgeführt werden:

  1. Grundschulung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Organisation und für neu eingestellte Arbeitskräfte
  2. Weiterqualifizierung und Schulung für Multiplikatoren und Interessierte an Umweltfragen
  3. Schulung eines Umweltgremiums

Umweltwissen der Mitarbeiter nutzen

Für die Lösung von Umwelt- oder Energieproblemen und die Erarbeitung von konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Umwelt- oder Energieziele sollten Sie das Wissen und die Erfahrungen der Mitarbeiter nutzen. Zum einen kennen diese durch ihre tägliche Arbeit die Schwachstellen, und zum anderen zeigen verschiedene Projekte zum Umwelt- oder Energiemanagement, dass in der Belegschaft in aller Regel bereits konkrete Vorstellungen zu produkt-, prozess– oder verfahrensbedingten Änderungen vorhanden sind. Dieses vorhandene Wissen und die gemachten Überlegungen sollten gefördert und abgerufen werden, indem Ideenwettbewerbe ausgeschrieben, Schulungen durchgeführt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konkret in das betriebliche Umwelt- oder Energiemanagementsystem integriert werden. Denn Ideen entstehen erst dann oder werden auch formuliert, wenn die Beschäftigten das Gefühl haben, dass ihre Vorstellungen auch gehört und – wenn möglich – umgesetzt werden. Deshalb ist deren Beteiligung schon von Anfang an notwendig. Auf diese Weise können eventuell Kosten eingespart werden.

Tipp

Nutzen Sie für die Unterweisung im Umweltschutz die Unterweisungsfolien von WEKA „In 30 Minuten unterweisen – Umweltbewusstes Verhalten“ oder „- Energie sparen“.

Autor: Dr. Volker Teichert