Fachbeitrag | Gewässerschutz
29.08.2016

Entwurf zur Änderung der Grundwasserverordnung vorgelegt

Der Gesetzgeber hat mit Datum vom 8. August den Entwurf zur Änderung der Grundwasserverordnung (GrwV) vorgelegt.

Water flowing over rocks in a blur effect© kobzev3179/​iStock/​Thinkstock

Die Grundwasserverordnung (GrwV) wird angepasst. Der Gesetzgeber hat mit Datum vom 8. August den Entwurf zur Änderung vorgelegt.

Die Grundwasserverordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 2014/80/EU der Kommission vom 20. Juni 2014, die Anhang II der Grundwasserrichtlinie (2006/118/EG) ändert.

Bei den Änderungen der Grundwasserrichtlinie geht es im Wesentlichen um folgende Punkte:

  • die Aufnahme von Nitrit und gelöstem Ortho-Phosphat in die Liste der Schadstoffe und Indikatoren gemäß Anhang II Teil B, zusammen mit der Anforderung, auf nationaler Ebene einen Schwellenwert für diese Stoffe festzulegen
  • die Festlegung hydrogeologischer Hintergrundwerte und ihre Berücksichtigung bei der Festlegung von Schwellenwerten (Änderung von Anhang II Teil A Nummer 3)
  • erweiterte Anforderungen an den Inhalt der Bewirtschaftungspläne (Anhang II Teil C)

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit der Grundwasserverordnung sollen darüber hinaus in geringem Umfang Anpassungen vorgenommen werden, die den guten chemischen Zustand betreffen.

In diesem Zusammenhang werden insbesondere die Anforderungen konkretisiert, unter denen der chemische Grundwasserzustand trotz Überschreitung von Schwellenwerten noch als gut eingestuft werden kann. Bis zum 9. September besteht die Möglichkeit zur Stellungnahme.

Autor: Frank Oswald
  • Umweltschutz |Gewässerschutz

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