17.05.2017

LED – mehr Leuchte als Laser?

Niederspannungsrichtlinie

Klassische elektrische Leuchtmittel und die damit verbundene Konstruktion von Lampen und Leuchten werden in der Komplexität gerne unterschätzt. Wo über Jahrzehnte die Hauptprobleme Lichtausbeute und Wärmeabfuhr vorherrschten, sind jetzt durch die moderne LED-Technologie alle altbekannten Vorschriften neu zu überdenken.

Bei „normalen Leuchten“ ist die zutreffende Norm die EN 60598 „Leuchten“ (VDE 0711) mit ihrem allgemeinen Teil 1 und den Teilen 2 für die speziellen Leuchtenarten. Bei Leuchten mit LED-Modulen ist zusätzlich noch die EN 60825-1 „Sicherheit von Lasereinrichtungen, Teil 1: Klassifizierung von Anlagen, Anforderungen und Benutzer-Richtlinien“ (VDE 0837-1) zu beachten. Vielen Anwendern wird noch in Erinnerung sein, dass die Norm für Laser EN 60825 auch den Bereich der LED ausdrücklich mit einbezogen hatte. Diese Auslegung wurde jedoch weniger auf Normungsseite als vielmehr durch die Praxis stark aufgeweicht, denn eine nach EN 60825 normgerechte Konstruktion einer kleinen Lampe mit LED erweist sich als fast nicht durchführbar bzw. die Norm als wenig hilfreich.

LED und Laser werden zurzeit noch nach der gleichen Norm bewertet

Mit dem Oberbegriff „LED“ wird inzwischen ein sehr breites Spektrum von optoelektronischen Bauelementen bezeichnet, das von diesen „lampenähnlichen“ LED bis zu eher „laserähnlichen“ Superlumineszenzdioden reicht. Die LED für Anzeige- und Beleuchtungszwecke bilden nur eine Teilmenge dieser LED-Typen, von denen einige Anwendungen wie Laserdioden eingesetzt werden …

Autor: Dipl.-Ing. Jo Horstkotte

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