Fachbeitrag | Beitrag aus „Niederspannungsrichtlinie“
07.10.2016

Funkanlagen-(RED-)Richtlinie 2014/53/EU

Niederspannungsrichtlinie

Diese Richtlinie ersetzt nicht „eins zu eins“ die alte Funkanlagenrichtlinie (R&TTE-Richtlinie 1999/5/EG), die schon ein gewachsenes Etwas war mit zahlreichen historisch bedingten Sätzen. So enthält die neue Richtlinie, um die wir uns jetzt kümmern wollen, nicht mehr die drahtgebundenen Telefoneinrichtungen, die jetzt von der Niederspannungsrichtlinie abgedeckt werden (siehe Erwägungsgründe Nr. 4).

Hintergrund

Die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU fordert nicht nur die übliche elektrische Sicherheit und Brandsicherheit, sondern deckt auch den Fall „Wirkungen durch Strom im menschlichen Körper“ ab, was zu bislang seltsamen Rechtskonstruktionen führte, wenn EMV oder gar Funkwirkungen beschrieben werden sollten. Diese neue RED-Richtlinie soll besser als die Vorgängerrichtlinie doppelte Regelungen vermeiden, gleichzeitig aber – sofern notwendig – auf bestehende EMV-Vorgaben und elektrische Sicherheit verweisen.

Übergangsfristen

Nur auf den ersten Blick sind die Übergangsfristen in Artikel 49 angegeben, mit Datum 13. Juni 2016. Die Anwender dürfen diese Richtlinie ab dem 20. Tag nach Bekanntmachung (22. Mai 2014) anwenden, lösen damit aber möglicherweise Unverständnis bei den überwachenden Behörden aus, denn diese erwarten eine Aussage entsprechend den im Land geltenden Gesetzen. So liegt z.B. in Deutschland erst seit August 2015 ein Entwurf für die Gesetzesänderung vor.

Relativ unstrittig ist die Pflicht zur Anwendung ab 13. Juni 2016, was aber auch den spätesten Termin darstellt. …

Autor: Dipl.-Ing. Jo Horstkotte 

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