03.02.2017

EMF-Erklärungen

Niederspannungsrichtlinie

Derzeit ist noch nicht ganz klar, wie es sich mit den Anforderungen betreffend Deklaration von EMF-Normen verhält. Es geht dabei um den Schutz des Benutzers eines elektrischen Geräts, das in den Anwendungsbereich der Niederspannungsrichtlinie fällt, vor zu starken elektromagnetischen Feldern.

Die rechtliche Verankerung einer solchen Forderung ergibt sich aus dem Anhang 1 Nummer 2 der Niederspannungsrichtlinie, der technische Maßnahmen fordert, damit keine Strahlungen entstehen, aus denen sich Gefahren ergeben können. Man könnte auch den nachfolgenden Satz aus der Niederspannungsrichtlinie zitieren, der einen Schutz vor nicht elektrischen Gefahren fordert, die erfahrungsgemäß von elektrischen Betriebsmitteln ausgehen.

Oft wird jetzt gefragt „das ist doch Sache der EMV-Richtlinie?“Nein, denn die EMV-Richtlinie fordert nur Eigenschaften an Geräten, die den Betrieb ermöglichen, also eine ausreichende Störfestigkeit und eine möglichst geringe Störaussendung. Schutzziel der EMV-Richtlinie ist nicht der Mensch, sondern die optimale Nutzung des begrenzten Guts Frequenzraum, also die Nutzung der möglichen Kanäle. Ihnen möglicherweise bekannte ältere Normen zum Umfeld EMF, oft mit „Elektrosmog“ gleichgesetzt, sind die CDE-0848-Normenreihe sowie Aussagen des Bundesamts für Strahlenschutz, die sich rechtlich oft auf den Schutz der Arbeitnehmer beziehen. Jetzt endlich wird dieses Ziel auf breitere Grundlagen gestellt, eben die Niederspannungsrichtlinie und deren Interpretation „Leitfaden …

Autor: Dipl.-Ing. Jo Horstkotte

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