Fachbeitrag | Beitrag aus „Technische Dokumentation“ 08.11.2016

Autorenunterstützung – die schleichende Revolution

Zusatztools und Technologien

Kontrollierte Sprache in der Technik-Dokumentation

Die Zeiten, in denen man fragte, ob man Technik-Redakteuren so etwas antun könne, sind vorbei: Gute Technik-Dokumentation muss „langweilig“ geschrieben sein. Die Sprache von guter Technik-Dokumentation kennt keinen Wechsel von Sequenzmustern zur Erhöhung der Lesespannung, kein Spiel mit der Sprachrhythmik zum „farbigeren“ Lesen, kein Variieren von Begriffen (eine „Ölablassschraube“ wird keine „Schraube“), „kein Salz in der Sprachsuppe“ durch die Verwendung vieler Adjektive etc.

So kurz und eintönig wie möglich

Eine zielgruppengerechte Sprache in einer Anleitung setzt auf dem Vorwissen und den sprachlichen Kenntnissen der Zielgruppe auf und hält sich ansonsten an das Prinzip: so kurz wie möglich, so eintönig wie möglich, fast immer gemäß der Struktur „Subjekt – Prädikat – Objekt“.

Die Kunst, für Anleitungen perfekte Texte zu schreiben, liegt jedenfalls nicht im Schuldeutsch: Technik-Autoren müssen wissen, wie eine Sprache für ihre Zielgruppen verständlich wird, sie müssen etwas von mentalen Modellen ihrer Zielgruppen verstehen (gemeint sind bildliche Vorstellungen oder Schemata zu den zu erklärenden Sachverhalten). Für diese Themen soll ein Redakteur seine Zeit verwenden. Was die Formulierungskunst anbelangt, ist strikte Kontrolle, ja geradezu eine „Zwangsjacke“ angesagt, denn eine Technik-Dokumentation wird völlig anders gelesen und genutzt als eine Werbebroschüre oder gar ein Roman.

tekom-Regelwerk …

Autor: Dieter Gust

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