Pressemitteilung
20.05.2009

Unterstützung beim Aufbau eines funktionierenden Krisen- und Notfallmanagements

Immer wieder kommt es in deutschen Unternehmen zu Krisen und Notfällen: jährlich sind es 200 Großschadensereignisse durch Brände, 13.000 Bombendrohungen und über 10.000 Brandstiftungen. Dennoch unterschätzen viele Firmen diese Gefahren und vernachlässigen in ihrer Planung das Krisen- und Notfallmanagement. Auf dem 2. Deutschen Kongress für Krisen- und Notfallmanagement von WEKA MEDIA, der am 16./17. Juni in Münster stattfindet, zeigen namhafte Referenten, wie ein funktionierendes Krisen- und Notfallmanagement aufgebaut wird und wie Krisen professionell bewältigt werden können.

Der erste Kongresstag startet mit einem Blick in die Praxis: Michael Kaapke stellt den Teilnehmern das Thema Business Continuity Management und Krisenorganisation und deren konkrete Umsetzung in der Commerzbank AG vor, Josef Schorr zeigt, wie die Alarm- und Gefahrenorganisation bei der BASF SE aufgebaut ist und Tagungsleiter Jens-Christian Voss vom Ingenieurbüro Voss kommentiert Praxisbeispiele anhand seiner Erfahrungen aus über 100 Notfallübungen. Dabei appelliert er, aus den „Fehlern anderer zu lernen“, statt nachträglich aus den eigenen.
Ganz aktuell – am Beispiel einer Pandemie – demonstriert Andreas Kalker von der DuPont Performance Coatings GmbH, wie ein wirkungsvolles Krisenmanagement samt eines Gefahrenabwehrplans, einer Organisations- und einer Kommunikationsstruktur aufgebaut werden kann.
Welche Gefahren in verrauchten Gebäuden und Räumen drohen und wie man sich in solchen Notfallsituationen am besten verhält, erfährt das Fachpublikum im Rahmen eines Experimentalvortrags von Themas Hoff, Betriebliche Brandschutzschulung. Sein „Rauchparcours“ zeigt wirkungsvoll die Gefahren der Verrauchung auf.
Rechtsanwalt Claus Eber von Rabe GmbH geht im Anschluss auf rechtliche Aspekte, wie Unternehmerpflichten und die Vermeidung von Organisationsverschulden, ein. Die Teilnehmer erhalten Informationen zu Haftungsgrundlagen und -begrenzung sowie zum Thema Beweislast und gerichtsfester Dokumentation.
Den Abschluss des ersten Kongresstages bildet Dr. Kai Seiler vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen mit seinem Vortrag über traumatische Ereignisse bei der Arbeit. Er erläutert deren Bedeutung für die Arbeitswelt sowie die Folgen für die Betroffenen und gibt Hinweise zu Unterstützungsmöglichkeiten und Prävention.

Der zweite Tag ist vormittags dem Thema Schadensmanagement gewidmet. Den Auftakt macht Dr. Christian Wittenzellner, Xintecon GmbH, mit einem Vortrag über die Auswirkungen von Bränden. Er zeigt die Ursachen auf und erklärt typische menschliche Verhaltensmuster. Zudem berichtet er über die Auswirkungen auf Menschen und Betriebseinrichtungen und stellt Abhilfemaßnahmen vor.
Des Themas Brandschadensanierung nimmt sich Hans-Peter Wollner, BELFOR-Relectronic GmbH & Co. KG, an. Er klärt, welche Sofortmaßnahmen zu treffen sind, welche Notfallreaktionsprogramme es gibt und wann statt der Sanierung die Neuanschaffung sinnvoll ist.
Hilfestellungen aus Sicht des Erstversicherers und einen Einblick in die klassischen Problemfelder bei einem Schaden, gibt Dr. Jörg Bremer von der FM Global Insurance Company Ltd. U.a. geht er darauf ein, was in den ersten 36 Stunden nach Abrücken der Hilfskräfte passiert bzw. passieren sollte.
Dass das Krisenmanagement in Chemieunternehmen eine besondere Stellung einnimmt, wie Störfälle verhindert werden können und wie ein Krisenmanagement in der Praxis aussieht, zeigt Rudolf Kappelmaier von der Wacker Chemie AG.
In dem Experimentalvortrag „Gewässerschutz“ von Frank Scharf, Denios AG erleben die Teilnehmer live, welche Gefahren in Krisen- und Notfallsituationen drohen und was man wissen muss, um Schäden an Menschen und Umwelt abzuwehren.
Prof. Dr. Udo Weis von der SRH Hochschule Heidelberg, stellt in seinem Vortrag zum Risk and Safety Management nach ISO 31000 klar, dass Risikomanagement eine Führungsaufgabe ist. Dabei stellt er verschiedene Methoden der Risikobeurteilung und –bewertung vor.
Wie der Umgang mit den Medien in der Krise aussehen soll und was eine Presseinformation beinhalten muss, erfahren die Teilnehmer schließlich von Referenten der Firma Kortmann & Schäfer Training.

Orte, Termine und Teilnehmergebühren:
Der Kongress findet am 16./17. Juni 2009 in Münster statt. Die Teilnahme kostet 749,- Euro zzgl. MwSt. pro Person. Weitere Informationen unter www.weka-akademie.de/arbeitsschutz.