Pressemitteilung
18.02.2009

Praxisnahe Problemlösungen auf der Fachtagung „Elektrotechnischer Brandschutz 2009“ von WEKA MEDIA

Welche sind  die typischen Brandursachen in elektrischen Anlagen, wo sind die kritischen Stellen und wie können die Gefahren reduziert werden? Klare Antworten auf diese und viele weiteren Fragen rund um den elektrotechnischen Brandschutz gibt die gleichnamige Fachtagung  von WEKA MEDIA, die am 05./06. Mai 2009 in Frankfurt stattfindet.

Jörg Taube, Risikoberater der Provinzial Nord, macht den Auftakt der Vorträge mit dem Thema Brandschäden und Regulierung aus Sicht des Feuerversicherers. Plastisch berichtet er aus dem Versicherungsalltag, bespricht Brandursachen und Schadensverhütungsmaßnahmen, klärt die Bedeutung der Einhaltung von VdS-Richtlinien und die Notwendigkeit des fachgerechten kontinuierlichen Prüfens elektrischer Anlagen.
Einen Praxisvortrag zu den Auswirkungen von Neutralleiterbelastungen in elektrischen Anlagen, insbesondere den Brandgefahren, hält Ralf Ensmann vom VDE VDI. Er zeigt, wie Neutralleiterbelastungen entstehen, wie diese erkannt und beurteilt werden können und macht eine Vorführung zu Neutralleiterbelastungen anhand eines EMV-Gebäude-Modells. Während der gesamten Tagung steht das Modell übrigens zu Anschauungszwecken zur Verfügung, weitere praktische Vorführungen werden in den Pausen angeboten.
Welche Unternehmensorganisation auf dem Gebiet der Elektrotechnik als „gerichtsfest“ betrachtet werden kann, welche typischen Fehlerorganisationen es in Betrieben gibt sowie ihre rechtlichen Konsequenzen bespricht Stefan Euler, BDSH-geprüfter Sachverständiger zum Prüfen elektrischer Arbeitsmittel. Dabei klärt er die Kompetenzen und Pflichten von verantwortlichen Elektrofachkräften und in diesem Zusammenhang deren Anforderungsprofile.

Der zweite Veranstaltungstag beginnt mit einem Vortrag von Gerhard Voss, Geschäftsführer der IGV Elektrotechnik, zum Thema Brandgefahr durch Störlichtbogen. Er erklärt die physikalischen Grundlagen von Störlichtbogen und bespricht Entstehung, Auswirkungen und Folgen für den Betrieb. Die Teilnehmer erfahren, wie sie vorbeugen können und  welche technischen Lösungen für Schaltanlagen und Gebäude bestehen. Zudem vermittelt der Referent den aktuellen Stand der Normen und gibt Beispiele von Störlichbogen-Prüfungen gemäß IAC nach der neuen Norm.
Klaus Wettingfeld, staatlich anerkannter Sachverständiger und Leiter der Zertifizierungsstelle für ATEX-Produkte, fasst alles für die Elektrofachkräfte Relevante zum Thema Brandgefahr in explosionsgeschützten elektrischen Anlagen zusammen. Er führt den Teilnehmern Explosionsschäden vor Augen und zeigt ihnen typische Mängel in explosionsgeschützten elektrischen Anlagen. Er erklärt, wie die fachgerechte Auswahl und Errichtung explosionsgeschützter Betriebsmittel aussieht und vermittelt die Wichtigkeit des Explosionsschutzdokuments. Schließlich beleuchtet er die Verantwortungsbereiche, die der Betreiber und die der befähigten Person.
Was bei der Sanierung elektrischer Anlagen beachtet werden muss, erfahren die Teilnehmer vom Tagungsleiter Holger Bluhm. Der VdS-anerkannte Sachverständige zum Prüfen elektrischer Anlagen skizziert anschaulich den Ablauf einer Sanierung unter Beachtung der geltenden Vorschriften bis zur Übergabe der sanierten Anlage an den Betreiber.
Einen Erfahrungsbericht aus der Installationspraxis eines Industriebetriebs zur Errichtung elektrischer Anlagen in feuergefährdenden Betriebsstätten erhalten die Teilnehmer von Jörg Belzer aus der Seton Lederfabrik. Der Technische Leiter Elektrotechnik erklärt die Einstufung von feuergefährdenden Betriebsstätten und die Umsetzung der Normanforderungen in der industriellen Praxis. Er berichtet, welche Probleme bei der praktischen Umsetzung auftauchten und wie diese normgerecht gelöst wurden.
Die Teilnehmer bringen sich auf der Fachtagung auf den neusten Kenntnisstand und der Erfahrungsaustausch mit Experten und Kollegen runden das Tagungsprogramm ab.

Orte, Termine und Teilnehmergebühren:
Die Fachtagung findet am 05./06. Mai 2009 in Frankfurt/Main statt und kostet 790,- Euro zzgl. MwSt. pro Person. Weitere Informationen unter www.weka-akademie.de/elektrosicherheit.