Kontakt
Pressemitteilung
27.05.2008

Praxiskongress Arbeitssicherheit 2008 – ein Rückblick

Die ca. 100 Teilnehmer, die Referenten und auch die Veranstalter wurden von den hohen Erwartungen an den Praxiskongress Arbeitssicherheit 2008 nicht enttäuscht. Der erfahrene Tagungsleiter Jens-Christian Voss schaffte es, in seiner bekannt kurzweiligen Art das breite Spektrum der Themenauswahl "unter einen Hut zu bringen" und die Teilnehmer von seinen reichhaltigen praktischen Erfahrungen profitieren zu lassen.

Die Themen des Kongresses

Wirtschaftlichkeit des Arbeitsschutzes

Kann Arbeitsschutz wirtschaftlich sein? Ja er kann. Wenn Geschäftsabläufe durch Arbeitsschutz dauerhaft profitabel gemacht werden und somit das Bewußtsein des Unternehmers gestärkt wird, dass die soziale Verantwortung gleichrangig mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens ist. So lautet die Quintessenz des Vortrages von Dr. Lars Overath, Leiter der Bildungsstätte "Haus Schwelm" der Maschinenbau- und Metallberufsgenossenschaft.

Brandschutz kompakt

Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen "entspricht es der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss“. Die Prävention vor Ort im Betrieb und das Wissen um die wesentlichen Verpflichtungen im vorbeugenden Brandschutz sowie die erforderliche Dokumentation sind immanent wichtig und Manfred Liebscher hatte zahlreiche Praxistipps parat.

Gesundheitsförderung im Betrieb

Dr. Reinhold Sochert vom BKK Bundesverband stellte das Konzept der Krankenkassen vor, das die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in Unternehmen mehr verbreiten möchten. Dass "BGF" etwas bringt, bestätigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung; danach ist der Grad der Zufriedenheit mit der persönlichen Arbeit eng mit dem Betriebsergebnis verbunden.

Notfallmanagement

Jens-Christian Voss stellte die wichtigsten Aspekte eines gut funktionierenden Krisen- und Notfallmanagements vor. "Katastrophe ist das, was die Menschen daraus machen". Die Lösung ist "weitsichtige Planung und richtiges Verhalten in Notfallsituationen". Um so wichtiger ist, die Kompetenzen im Betrieb für solche Situation frühzeitig festzulegen und Notfall- und Evakuierungsübungen regelmäßig durchzuführen.

Der betriebliche Nichtraucherschutz

Aus dem berühmten Loch nach der Mittagspause half Klaus Palm vom Regierungspräsidium Kassel mit einem kontrovers diskutierten Thema: dem betrieblichen Nichtraucherschutz. Anschaulich spannte er in dem Vortrag den Bogen zwischen den gesetzlichen nationalen Vorgaben, den Aktivitäten unserer Nachbarn in Europa, den betrieblichen Möglichkeiten und der gängigen Praxis in den Unternehmen.

Fünf Jahre Betriebssicherheitsverordnung

Über fünf Jahre nach Inkrafttreten der Betriebssicherheitsverordnung zog Angelika Notthoff von der Bezirksregierung Düsseldorf in ihrem Vortrag eine durchaus kritische Bilanz. Zwar hat die Verordnung den Arbeitgebern und Betreibern einen größeren Handlungsspielraum eröffnet, dieser wird jedoch nur zum Teil genutzt. Die Neuordnung des Verhältnisses von BG-Regeln und staatlichen Vorschriften ist zwar grundsätzlich vereinbart, aber noch nicht abgeschlossen. Besonders in kleinen und mittelständischen Betrieben ist die Verordnung und das entsprechende Regelwerk "noch nicht richtig angekommen".

Psychologie in der Arbeitssicherheit

Den krönenden Abschluss des Kongresstages bildete Rüdiger Hofmann vom Frankfurter Unternehmen InfraServ. Der Psychologe schaffte es, den Teilnehmern die Bedeutung der Psychologie in der Arbeitssicherheit zu vermitteln und belegte, dass die Gefahr anschaulich gemacht werden muss. Erst dann nehmen wir sie im Regelfall wahr und ziehen unsere Konsequenzen.

Am 21.-22. Oktober 2008 findet in Karlsruhe der nächste Praxiskongress statt. Er kostet 649,- Euro zzgl. MwSt. pro Person. Weitere Informationen und Anmeldung Fon 08233.23-4002 oder per E-Mail unter praxisseminare@weka.de.