Pressemitteilung
21.01.2009

Lösungen für die Praxis auf der Fachtagung Anlagensicherheit und Gewässerschutz 2009 von WEKA MEDIA

Zum siebten Mal in Folge veranstaltet WEKA MEDIA am 10./11. März 2009 in Münster und am 22./22. April 2009 in Wiesbaden die Fachtagung „Anlagensicherheit und Gewässerschutz“. Lösungen für die Praxis stehen im Mittelpunkt des Tagungsprogramms. Wer Anlagen mit wassergefährdenden und brennbaren Flüssigkeiten betreibt, bringt sich auf dieser Fachtagung auf den neuesten Stand von Recht und Technik. Wie immer profitieren die Teilnehmer auch vom Erfahrungsaustausch mit fachkundigen Referenten und Kollegen.

Themenschwerpunkt des ersten Veranstaltungstages bildet der Brand- und Explosionsschutz. Den Auftakt der Vorträge macht Reinhard Gerhardt, Ingenieurbüro für Brandschutz und Arbeitssicherheit, mit dem Thema Brandschutz für Anlagen mit brennbaren Flüssigkeiten. Er klärt die Grundlagen zum Brand- und Explosionsschutz, erläutert die aktuellen rechtlichen Zusammenhänge und stellt Sicherheitsbetrachtungen in Anlagen, Räumen und im Freien sowie an Füllstellen an.
Im Anschluss stehen die Technischen Regeln zur Betriebssicherheitsverordnung (TRBS) im Mittelpunkt der Veranstaltung. Über die neue TRBS zu „Änderungen und wesentlichen Veränderungen von überwachungsbedürftigen Anlagen“ referiert Ursula Aich vom Regierungspräsidium Darmstadt in ihrem Vortrag Explosionsschutz für Anlagen mit brennbaren Flüssigkeiten ausführlich. Darin thematisiert sie ebenfalls die Rolle der befähigten Person, insbesondere bei Instandsetzung von ATEX-Geräten.
Die neue TRBS 1201 Teil X zur „Prüfung von Anlagen zum Lagern und Abfüllen von entzündlichen, leichtentzündlichen oder hochentzündlichen Flüssigkeiten“ sowie die TRBS 2131 „Elektrische Gefährdungen“ und die TRBS 2152 „Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre“ erläutert Ingolf Müller vom TÜV Hessen. Dabei beleuchtet er die Rolle der zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS) im Rahmen der Prüfung und verdeutlicht die Zusammenhänge der einzelnen Gefährdungsarten.
Weiterhin im Programm: Die Gefährdungsbeurteilung für haustechnische Anlagen mit Michael Neukert vom Ingenieurbüro UAP. In diesem Erfahrungsbericht zeigt er am Beispiel eines großen Krankenhauses auf, welche Besonderheiten bei diesen Anlagen zu beachten sind. Den letzten Vortrag des ersten Veranstaltungstages bestreitet Ulrich Borchardt vom Gutachterbüro Borchardt mit seinem Praxisbericht zu einem Tankwagenunfall unter einer Autobahnbrücke. An diesem brisanten Fall wird klar, dass bei Verlust von 9.000l  Superkraftstoff und einer drohenden Verpuffungsgefahr höchste Eile geboten ist.

Der zweite Veranstaltungstag ist dem Gewässerschutz gewidmet. Friedrich Schröder vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit informiert über die aktuellen Entwicklungen des geplanten Umweltgesetzbuchs sowie dessen Auswirkungen auf Anlagen für wassergefährdende Flüssigkeiten auf. Die Diskussion um die wasserrechtliche Fachbetriebspflicht bildet einen weiteren Schwerpunkt des Vortrages.
Wertvolle Informationen zu den Allgemeinen Technischen Regeln für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (TRwS) erhalten die Teilnehmer von Prof. Dr. Hans-Peter Lühr von hpl-Umwelt-Consult. Dabei werden ihnen grundlegende Kenntnisse zum wichtigsten technischen Regelwerk im Wasserrecht vermittelt.
Neuigkeiten aus der Überarbeitung der neuen TRwS 785 „Bestimmung des Rückhaltevolumens bis zum Wirksamwerden geeigneter Sicherheitsvorkehrungen“ liefert Olaf Löwe vom TÜV Süd Chemie Service. Er vermittelt alles Wissenswerte zur neuen Technischen Regel und erklärt das Zusammenspiel zwischen den Anlagenverordnungen (VAwS) der Länder und dem technischen Regelwerk.
Den Stand sowie zukünftige Entwicklungen der TRwS 130 „Bestehende unterirdische Rohrleitungen“ erklärt Jürgen Zimmer von DEKRA Industrial. Er definiert die rechtlichen Anforderungen an den Betrieb, gibt Beispiele für die Erstellung von Lebensdauerabschätzungen und zeigt auf, in welche Richtung die zukünftige Entwicklung bei unterirdischen Rohrleitungen geht.
Die Ausführung neuer unterirdischer Rohrleitungen erläutert schließlich Oliver Binz von der Göhler Anlagentechnik. Dabei klärt er, welcher der notwendige Eignungsnachweis ist: die bauaufsichtliche Zulassung oder die Eignungsfeststellung. Er befasst sich ausführlich mit Systemen mit allgemeiner bauaufsichtlichen Zulassung (ABZ), mit der Planung und Ausführung und gibt Beispiele für die Kostenabschätzung.

Orte, Termine und Teilnehmergebühren:
Die Fachtagung findet am 10./11. März 2009 in Münster und am 22./22. April 2009 in Wiesbaden statt und kostet 690,- Euro zzgl. MwSt. pro Person. Die Veranstaltungstage sind auch einzeln buchbar: der erste Tag kostet 440,- Euro, der zweite 350,- Euro jeweils zzgl. MwSt. Weitere Informationen unter www.weka-akademie.de/umweltschutz.