Pressemitteilung
02.09.2008

GHS und REACH stehen im Mittelpunkt der Fachtagung Chemikalienrecht 2008

Die Fachtagung Chemikalienrecht ist ein Branchentreff für all diejenigen, die mit Gefahrstoffen umgehen. Herr Prof. Dr. Bender, Leiter der Einheit „Gefahrstoffmanagement“ bei der BASF SE, führt durch das umfangreiche Programm der diesjährigen WEKA MEDIA-Veranstaltung. Namhafte Referenten aus Wirtschaft, Verbänden und Behörden bieten vom 19. bis 20. November 2008 in Frankfurt Beiträge zur aktuellen und zur bevorstehenden Gesetzgebung. Zahlreiche Praxisbeispiele und der Austausch mit Kollegen und Referenten runden die Veranstaltung ab.

Gemäß den Plänen der EG-Kommission soll mit der GHS-Verordnung noch in diesem Jahr das neue weltweit einheitliche Einstufungs- und Kennzeichnungssystem in der EU eingeführt werden. Mit GHS ändern sich nicht nur die Piktogramme und die R- und S-Sätze auf den Stoffkennzeichnungen. Entgegen der Mitteilung einiger Behörden ist mit zahlreichen Umstufungen von Stoffen und insbesondere auch von Zubereitungen zu rechnen. Daher müssen künftig nicht nur die Kennzeichnungen sowie die Sicherheitsdatenblätter von Gefahrstoffen angepasst werden, auch alle Betriebsanweisungen nach Gefahrstoffverordnung sind zu überarbeiten und an das neue System zu adaptieren.
Von großer Bedeutung ist ferner, welche Bedingungen für die Umstufungen von Stoffen und Zubereitungen verantwortlich sind. Kann ich mich bereits heute auf die neuen Stoffeinstufungen vorbereiten? Welche Bedeutung hat unter GHS die derzeitige harmonisierte Einstufung von Stoffen gemäß Anhang I der Stoffrichtlinie 67/548/EWG?
Diese und ähnliche Fragen stellen sich viele Betriebe, ohne darauf eine Antwort zu finden. Insbesondere können die Rechtskonsequenzen bei geänderter Einstufung von erheblicher Bedeutung sein. Unmittelbar an die Gefahrstoffverordnung angeknüpfte Vorschriften mit Bezug auf die Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen sind neben der Betriebsanweisung z.B. die Lagervorschriften, inklusive der wichtigen Zusammenlagerungsverbote. Ebenso von essentieller Bedeutung sind z.B. die Störfallverordnung, die TA-Luft sowie die Betriebssicherheitsverordnung.

Auf der Fachtagung Chemikalienrecht im November steht die GHS-Verordnung im Mittelpunkt der Diskussion. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema REACH. Welche sind die bisherigen Erfahrungen mit REACH und welche die nächsten Aufgaben? Die Referenten besprechen die Vorregistrierung und die Bildung von SIEFs, den Stoffsicherheitsbericht sowie die IT-Tools unter REACH. Sie vermitteln den Teilnehmern nicht nur den aktuellen Stand sondern geben ihnen auch wertvolle Orientierungs- und Entscheidungshilfen an die Hand.

Unter der bewährten Leitung von Herrn Prof. Dr. Bender erläutern renommierte Experten die derzeitigen und künftigen Vorschriften praxisnah.  Der Termin der Fachtagung ist optimal gewählt: sie findet im unmittelbaren Anschluss an die Tagung des AGS statt. So erhalten die Teilnehmer topaktuell und aus erster Hand Informationen zu den Ergebnissen der letzten Sitzung wie z.B. den neusten Beschlüssen zu Technischen Regeln und den Entwicklungen im nationalen Gefahrstoffrecht.

Die Vorträge im Überblick:
• Neues vom Chemikalienrecht, Neues vom AGS
(Prof. Dr. Herbert Bender, BASF SE, Ludwigshafen)
• Entwicklungen technischer Regeln für den praktischen Arbeitsschutz
(Dr. Harald Wellhäußer, BG-Chemie, Heidelberg)
• Anwendung, Risiken und Nutzen künstlicher Mineralfasern (TRGS 521)
(Heinz Wimmer, Raths AG, Mönchengladbach)
• Praktische Erfahrungen bei der Vorregistrierung nach REACH
(BAuA nationales Helpdesk, Dortmund)
 REACH: Was ist ein Erzeugnis?
(Benedikt Vogt, IHK Südlicher Oberrhein, Freiburg)
• REACH-IT und IUCLID 5 – die IT-Tools unter REACH
(Dr. Manuela Cramer, BASF IT-Services, Ludwigshafen)
• Der Stoffsicherheitsbericht
(Dr. Oliver Schön, REACH-Kompetenz-Zentrum (vbw),Augsburg)
• Die neue TRGS Laboratorien und Laborrichtlinie
(Dr. Thomas Brock, BG-Chemie, Heidelberg)
•  GHS – toxikologische Einstufungskriterien für Stoffe und Gemische
(Dr. Natascha Erlach, BASF SE, Ludwigshafen)
• GHS – Hilfestellungen für die Praxis, Initiative der Berufsgenossenschaften
(Dr. Antje Ermer, BG-Chemie, Heidelberg)
• GHS – Konsequenzen für andere Rechtsbereiche
(Prof. Dr. Herbert Bender, BASF SE, Ludwigshafen)
• Das Umweltschadensgesetz und seine Auswirkungen auf Chemieprodukte
(Hans-Josef Schwab, R+V-Versicherungen, Wiesbaden)
• Arbeitsrechtliche Probleme aus der Praxis
(RA Kerstin Scheurich-Wessel, Wicke-Rechtsanwälte, Frankfurt)
• Änderungen des ADR 2009
(Jörg Holzhäuser, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Mainz)

Weitere Informationen zur Fachtagung Chemikalienrecht 2008:
Termin:                  19.-20. November 2008
Tagungsort:            Holiday Inn Frankfurt City-South, Mailänder Straße 1, 60598 Frankfurt/Main
Teilnahmegebühr:    849,- Euro zzgl. MwSt.
Anmeldung:             telefonisch 08233.23-40 02 oder per E-Mail Praxisseminare@weka.de
www.weka.de/Fachtagung-Chemikalienrecht